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Investoren meiden Pflegeheime und Kliniken: Eine Analyse

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Der Investmentmarkt für Pflegeheime, Seniorenimmobilien und Kliniken steht laut Immobiliendienstleister JLL vor einer akuten Abschlussflaute. Im Jahr 2023 wurden nur 39 Transaktionen in diesem Bereich abgeschlossen, was weniger als die Hälfte der 89 Transaktionen im Vorjahr ausmacht. Das Transaktionsvolumen von rund 940 Millionen Euro verfehlte den Vorjahreswert von 2,78 Milliarden Euro um 66 Prozent und unterschritt erstmals seit 2015 die Milliarden-Euro-Marke.

Die Abschlussflaute macht sich auch beim Transaktionsvolumen bemerkbar. Mit rund 940 Millionen Euro wurde der Vorjahreswert von 2,78 Milliarden Euro um 66 Prozent verfehlt und erstmals seit 2015 die Milliarden-Euro-Marke unterschritten. Insbesondere fehlten großvolumige Abschlüsse. Auf der Käuferseite dominierten Asset Manager mit einem Anteil von zwei Dritteln. Auch im vierten Quartal ist eine Trendumkehr ausgeblieben: Mit einem Abschlussvolumen von rund 120 Millionen Euro war es sogar das schwächste Quartal 2023.

„Im vergangenen Jahr sind viele Betreiber von Pflegeheimen in Schieflage geraten und mussten Insolvenz anmelden. Das hat die Investoren verunsichert“, sagt Peter Tölzel, Team Leader Healthcare Investment JLL Germany. Kostensteigerungen „aus allen Ecken“ hätten die Betreibergesellschaften unter Druck gesetzt.

Insgesamt stellt Tölzel ein deutlich gesunkenes Preisniveau fest – auch beim betreuten Wohnen. Die Akzeptanz niedrigerer Preise sei bei den Verkäufern größer geworden. „Eigentümer sind zunehmend bereit, wieder zu deutlich gestiegenen Renditen zu verkaufen. Die Preisschere wird sich 2024 schließen“, gibt sich Tölzel zuversichtlich.

Für dieses Jahr rechnet Tölzel deshalb damit, dass etwas mehr Transaktionen zustande kommen werden als im Vorjahr. „An Produkt mangelt es jedenfalls nicht. Mehrere Portfolios mit zusammen rund 130 Immobilien befinden sich bereits in der Vermarktung und es dürften noch ein paar weitere auf den Markt kommen.“

Letztlich werde es jedoch darauf ankommen, ob es den Asset Managern auch gelingt, das Kapital für ihre Investments zu mobilisieren. „Bei den Institutionellen Investoren sind einige dabei, die zurzeit eher deinvestieren wollen als weiter zu kaufen. Da ist also Überzeugungsarbeit gefragt.“

Was dem Markt jedoch vor allem fehlt, sei ausländisches Kapital, das in der Vergangenheit häufig Großtransaktionen gestemmt hat, sich aber in Krisenphasen traditionell auf die jeweiligen Heimatmärkte fokussiert. „Große Portfoliodeals dürften es deswegen in diesem Jahr schwer haben“, so Tölzel.

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