{"id":954,"date":"2018-04-14T05:32:14","date_gmt":"2018-04-14T03:32:14","guid":{"rendered":"http:\/\/dresdentipps.de\/?p=954"},"modified":"2018-04-14T05:32:14","modified_gmt":"2018-04-14T03:32:14","slug":"so-langen-die-gemeinden-bei-der-grundsteuer-jetzt-schon-zu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=954","title":{"rendered":"So langen die Gemeinden bei der Grundsteuer jetzt schon zu"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:left' class='yasr-auto-insert-visitor'><\/div><p>Viele Eigent&uuml;mer bef&uuml;rchten, dass sie mit der kommenden Grundsteuer-Neuregelung noch mehr bezahlen m&uuml;ssen als sie es jetzt bereits tun. Dabei haben viele Gemeinden die Abgaben f&uuml;r die Grundsteuer in den vergangenen Jahren sowieso schon in die H&ouml;he getrieben.<\/p>\n<p>Deutsche Kommunen nahmen im Jahr 2017 rund 13 Milliarden Euro nur durch die Grundsteuer ein. Eine wichtige S&auml;ule, auf die die Gemeinden auch nach dem&nbsp;Grundsteuer-Urteil am Dienstag&nbsp;nicht verzichten k&ouml;nnen. Eine Neuregelung der Grundsteuer k&ouml;nnte f&uuml;r die Eigent&uuml;mer eine noch st&auml;rkere Belastung bedeuteten als heute. Das tr&auml;fe auch die Mieter, da Hauseigent&uuml;mer sie &uuml;ber die Nebenkostenabrechnung an ihre Mieter weiterreichen d&uuml;rfen.<\/p>\n<p>Eine Steuerh&ouml;hung w&auml;re besonders &auml;rgerlich, weil viele Gemeinden ihre Immobilienbesitzer schon heute durch immense Hebes&auml;tze schr&ouml;pften. Denn die Grundsteuer&nbsp;berechnet sich in drei Schritten&nbsp;. Zum Einheitswert f&uuml;r das Grundst&uuml;ck und einer Grundsteuermesszahl f&uuml;r die Art der Bebauung kommt im dritten Schritt der Grundsteuerhebesatz ins Spiel. Dessen H&ouml;he d&uuml;rfen die Gemeinden bislang selbst bestimmen &#8211; und das nutzten manche aus.<\/p>\n<h2>So stark schlagen die Gemeinden zu:<\/h2>\n<p>Die Hebes&auml;tze der Gemeinden mit mindestens 20.000 Einwohnern liegen deutschlandweit zwischen 80 und 910 Prozent. Das geht aus einer Statistik der Industrie- und Handelskammer&nbsp;Hannover&nbsp;hervor. Den h&ouml;chsten Satz weist Witten in NRW auf. Hier liegt der Hebesatz bei 910 Prozent. Hattingen mit 875 und Duisburg mit 855 Prozent liegen auf den Pl&auml;tzen zwei und drei. Neun der zehn h&ouml;chsten S&auml;tze verlangen Gemeinden in Nordrhein-Westfalen.&nbsp;Berlin&nbsp;auf Platz neun ist die erste Stadt, die nicht in NRW liegt. In der Hauptstadt betr&auml;gt der Hebesatz 810 Prozent.<\/p>\n<p>Den niedrigsten Wert weist Ingelheim am Rhein auf. Die Stadt in Rheinland-Pfalz, Sitz des Pharmakonzerns Boehringer Ingelheim, erhebt lediglich einen Hebesatz von 80 Prozent.<\/p>\n<h2>Gemeinden wollten jedes Jahr mehr<\/h2>\n<p>Im Durchschnitt lag der Hebesatz in Deutschland 2017 bei 534 Prozent. Ein Jahr zuvor lag er noch sechs Prozentpunkte niedriger. Manche Gemeinden erh&ouml;hten den Hebesatz zuletzt um 50 Prozentpunkte, andere gar um 100. Je nach Grundst&uuml;ckswert belastet das jeden Hausbesitzer um&nbsp;<strong>100 und mehr Euro &#8211; pro Jahr.<\/strong><\/p>\n<p>Besonders Gemeinden in Nordrhein-Westfalen hoben die Grundsteuer kr&auml;ftig an. Kamp-Lintfort lie&szlig; den Hebesatz innerhalb eines Jahres um 295 Prozentpunkte in die H&ouml;he schnellen. Er liegt derzeit bei 765 Prozent.<\/p>\n<h2>Wird es nach dem Urteil teurer?<\/h2>\n<p>Gem&auml;&szlig;&nbsp;der Entscheidung der Verfassungsrichter in Karlsruhewird die neu zu findende Bemessungsgrundlage f&uuml;r die Grundsteuer die tats&auml;chlichen Werte der jeweiligen Immobilie st&auml;rker widerspiegeln m&uuml;ssen als bislang als deutlich niedrigere Einheitswerte angesetzt wurden. Es ist anzunehmen, dass die Grundsteuerbelastung f&uuml;r Immobilien, deren Wertentwicklung in den vergangenen Jahrzehnten &uuml;berproportional gut war, steigen wird, w&auml;hrend f&uuml;r &#8222;Underperformer&#8220; in strukturschwachen Regionen die Steuerbelastung sogar sinken k&ouml;nnte.<\/p>\n<p>Die Kommunen besitzen durch den Grundsteuerhebesatz die wesentliche Stellschraube f&uuml;r die tats&auml;chlichen Auswirkungen des Urteils. Eine verfassungsgem&auml;&szlig;e Neuberechnung muss deshalb nicht automatisch mit einer Mehrbelastung der Steuerzahler einhergehen. Sollten sich die Kommunen eine Belastungsneutralit&auml;t zum Ziel setzen,&nbsp;&nbsp;&nbsp;wie es sich der neue Bundesfinanzminister Olaf Scholz w&uuml;nscht, so w&uuml;rde dies innerhalb einer Gemeinde sowohl zu Be- als auch Entlastungen f&uuml;hren.<\/p>\n<p>Die Gesamtbelastung der B&uuml;rger durch die Grundsteuer k&ouml;nnte dann gleich bleiben. Ein politisches Bekenntnis zu einer solchen &bdquo;neutralen&ldquo; Reform der Grundsteuer wurde beispielsweise im Rahmen einer Gesetzesinitiative des Bundesrates aus dem Jahr 2016 von verschiedenen Seiten abgegeben. Es ist zu Hoffen, dass am Ende nicht doch Begehrlichkeiten des Fiskus die Oberhand gewinnen.<\/p>\n<p>Quelle: FOCUS Immobilien<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>PRESSEKONTAKT<\/h3>\n<p><b>wwr publishing GmbH &#038; Co. KG<\/b><br \/>Steffen Steuer<\/p>\n<p>Frankfurter Str. 74<br \/>64521 Gro\u00df-Gerau<\/p>\n<p>Website: www.wwr-publishing.de<br \/>E-Mail : steuer@wwr-publishing.de<br \/>Telefon: +49 (0) 6152 9553589<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/\/account.presse-services.de\/tools\/artv.php?xxad=2192-1221\" style=\"position:absolute; visibility:hidden\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Eigent\u00fcmer bef\u00fcrchten, dass sie mit der kommenden Grundsteuer-Neuregelung noch mehr bezahlen m\u00fcssen als sie es jetzt bereits tun. 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