{"id":952,"date":"2018-04-13T15:02:02","date_gmt":"2018-04-13T13:02:02","guid":{"rendered":"http:\/\/dresdentipps.de\/?p=952"},"modified":"2018-04-13T15:02:02","modified_gmt":"2018-04-13T13:02:02","slug":"landgericht-frankfurt-am-main-alpha-patentfonds-management-gmbh","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=952","title":{"rendered":"Landgericht Frankfurt am Main &#8211; Alpha Patentfonds Management GmbH"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:left' class='yasr-auto-insert-visitor'><\/div><p><strong>In dem Rechtsstreit<\/strong><\/p>\n<h4 class=\"z_titel\">Kl&auml;ger<\/h4>\n<p>Prozessbevollm&auml;chtigte: Rechtsanw. Bender &amp; Pfitzmann Rechtsanw&auml;lte<br \/>Kaiserstr. 50, 40479 D&uuml;sseldorf,<br \/>Gesch&auml;ftszeichen: 688-16-SN-KI<\/p>\n<p>gegen<\/p>\n<p><strong>Alpha Patentfonds Management GmbH<\/strong>, vertr. d.d. GF Bernd Hermann u.a., Clemensstra&szlig;e 3, 60487 Frankfurt am Main,<\/p>\n<h4 class=\"z_titel\">Beklagte zu 1<\/h4>\n<p>Prozessbevollm&auml;chtigte zu 1: Rechtsanw. Severin<br \/>Knesebeckstr. 3, 10623 Berlin,<br \/>Gesch&auml;ftszeichen: 481\/17BK70<\/p>\n<p><strong>RB Treuhand GmbH Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft,<\/strong>&nbsp;vertr. d.d. GF Horst Beck u.a., Alt-Moabit 2, 10557 Berlin,<\/p>\n<h4 class=\"z_titel\">Beklagte zu 2<\/h4>\n<p>Prozessbevollm&auml;chtigte zu 2: Rechtsanw. Wirsing Hass Zoller<br \/>Maximilianstrasse 35, 80539 M&uuml;nchen,<br \/>Gesch&auml;ftszeichen: 5\/su\/00370\/17<\/p>\n<p><strong>Euram Verwaltungs GmbH<\/strong>, vertr. d.d. GF Joseph Leckel, Clemensstra&szlig;e 3, 60487 Frankfurt am Main,<\/p>\n<h4 class=\"z_titel\">Beklagte zu 3<\/h4>\n<p>Prozessbevollm&auml;chtigte zu 3: Rechtsanw. Severin<br \/>Knesebeckstr. 3, 10623 Berlin,<br \/>Gesch&auml;ftszeichen: 481\/17BK70<\/p>\n<p>hat das Landgericht Frankfurt am Main, 21. Zivilkammer,<br \/>durch den Vorsitzenden Richter am Landgericht Iffl&auml;nder als Einzelrichter<br \/>am 05.04.2018 beschlossen:<\/p>\n<p>Es soll gem&auml;&szlig; &sect; 3 Abs. 2 KapMuG der folgende Musterverfahrensantrag im elektronischen Klageregister des Bundesanzeigers unter der Rubrik &bdquo;Klageregister nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz&ldquo; bekannt gemacht werden:<\/p>\n<p><strong>I. Beklagte:<\/strong><\/p>\n<p>1. Alpha Patentfonds Management GmbH vertr. d.d. Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Bernd Hermann und Steffen Lohrer, Clemensstra&szlig;e 3, 60487 Frankfurt am Main<\/p>\n<p>2. RB Treuhand GmbH Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, vertr. d. d. GF Horst Beck, Ingo Fehlberg, Dirk-Ralf Gloger, Gerhard Schmitt, Rainer Vedder, Alt-Moabit 2, 10557 Berlin<\/p>\n<p>3. Alpha Patentfonds Verwaltungs GmbH vertr. d. d. GF Joseph Leckel, Clemensstra&szlig;e 3, 60487 Frankfurt am Main<\/p>\n<p><strong>II. Von dem Musterverfahrensantrag betroffener Anbieter von sonstigen Verm&ouml;gensanlagen:<\/strong><\/p>\n<p>Alpha Patentfonds Management GmbH vertr. d.d. Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Bernd Hermann und Steffen Lohrer, Clemensstra&szlig;e 3, 60487 Frankfurt am Main<\/p>\n<p><strong>III. Prozessgericht:<\/strong><\/p>\n<p>Landgericht Frankfurt am Main<\/p>\n<p><strong>IV. Aktenzeichen:<\/strong><\/p>\n<p>2-21 O 240\/17<\/p>\n<p><strong>V. Feststellungsziele des Musterverfahrensantrages:<\/strong><\/p>\n<p>1. Es wird festgestellt, dass der Emissionsprospekt &uuml;ber die Beteiligung am&nbsp;<strong>Alpha Patentfonds 2 GmbH &amp; Co. KG<\/strong>&nbsp;in der Fassung vom 10.09.2007 (nachfolgend &bdquo;Emissionsprospekt&#8220;) in wesentlichen Teilen unrichtig und damit insgesamt irref&uuml;hrend und unvollst&auml;ndig ist, n&auml;mlich<\/p>\n<p>a) dass der Emissionsprospekt zur positiven Darstellung des Patenthandels auf Seiten 25, 35-39 und 51 die Anzahl von Patentanmeldungen abgestellt, die f&uuml;r die Kommerzialisierung von Patenten nachrangig sind und die Anleger dadurch unrichtig informiert werden und insoweit ein erheblicher Prospektfehler vorliegt;<\/p>\n<p><u>durch folgende Formulierung:<\/u><\/p>\n<p>S. 25<\/p>\n<p>6.3 Wachsender Patenthandel<\/p>\n<p>Laut Europ&auml;ischem Patentamt (EPA) sind weltweit derzeit mehr als 4 Mio. Patente in Kraft, und jedes Jahr werden circa 800 000 Erfindungen neu zum Patent angemeldet. F&uuml;r jede Erfindung wird durchschnittlich in neun L&auml;ndern Patentschutz beantragt, und die Anmeldungen nehmen zu. Die ansteigenden Patentanmeldungen sind neben dem angestrebten Ausschluss von Wettbewerbern u.a. auch darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, dass viele Unternehmen ein eigenes Profitcenter Patentportfolio aufgebaut haben, weil sie den komfortablen Zugang zu externem neuen (technologischen) Wissen durch Patenterwerb und die Einnahmerelevanz externer Vermarktung erkannt haben. In der globalen Wissensgesellschaft gewinnt der Handel mit Patenten eine immer gr&ouml;&szlig;ere Bedeutung.<\/p>\n<p>S. 35<\/p>\n<p>Zum Markt f&uuml;r Patente<\/p>\n<p>8.1 Entwicklung der Anmeldungen gewerblicher Schutzrechte<\/p>\n<p>Mit &uuml;ber 72.000 Markenanmeldungen im Jahr 2006 wurde das Ergebnis des Jahres 2005 von rund 71.000 Anmeldungen um 2,0 % &uuml;bertroffen. Auch bei den Patenten setzt sich der Aufw&auml;rtstrend fort, teilte das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) in seinem Jahresbericht 2006 mit. Mit 60.585 Anmeldungen oder einer Steigerung von 0,6 % erreichten letztes Jahr &uuml;ber 360 zus&auml;tzliche Antr&auml;ge die Beh&ouml;rde. Mit einer Wachstumsrate von 5,8 % stiegen dabei die abgeschlossenen Pr&uuml;fungsverfahren auf etwas &uuml;ber 38.000, diejenigen mit Patenterteilung um 23,8 % auf 21.572. Der Bestand an Patenten erh&ouml;hte sich damit auf 467.166. Dies entspricht einer Steigerung von 7,5 % im Vergleich zum Vorjahr (vgl. Abbildung 8).<\/p>\n<p>Abbildung 8: Gewerbliche Schutzrechte<\/p>\n<p>S. 36<\/p>\n<p>Abbildung 10: Patentanmeldungen, Anteile und Anmeldungen pro 100.000 Einwohner nach Bundesl&auml;ndern<\/p>\n<p>S. 37<\/p>\n<p>Abbildung 11: Patentanmeldungen nach IPC-Klassen mit mehr als 1.000 Anmeldungen im Jahr 2006<\/p>\n<p>Abbildung 12: Vergleich der 15 f&uuml;hrenden Regionen bei den High-Tech-Patentanmeldungen in absoluten Zahlen (Gesamtzahlen) mit den 15 f&uuml;hrenden Regionen in relativen Zahlen (je 1 Mio. Einwohner), im Jahr 2002.<\/p>\n<p>S. 38<\/p>\n<p>Zum Markt f&uuml;r Patente<\/p>\n<p>Die EU-25 L&auml;nder verzeichneten im Sektor Biotechnologie seit 1990 weniger Patentanmeldungen als die Vereinigten Staaten. Die Zahlen stiegen jedoch jedes Jahr stetig an. Mit dem Ergebnis, dass der Abstand im Jahr 2002 erstmals kleiner wurde, da die US-Patentanmeldungen in der Biotechnologie bis 2000 zunahmen und seither die Zahl r&uuml;ckl&auml;ufig ist. Neben Japan ist Deutschland, auf das 38 % aller Patentanmeldungen im Biotechnologiesektor im Jahr 2002 entfielen, das einzige Land, in dem ein stetiger, nach wie vor anhaltender, Anstieg der Biotechnologie-Patentanmeldungen zu verzeichnen war. W&auml;hrend beispielsweise die Vereinigten Staaten im Jahr 2000 einen H&ouml;chststand von 4.701 Biotechnologie-Patentanmeldungen erreichte, verbuchten Frankreich mit 407 und die U-25 L&auml;nder mit 2.823 Anmeldungen im Jahr 2001 ihre h&ouml;chsten Ergebnisse &#8211; das Vereinigte K&ouml;nigreich mit 541 im Jahr 1999 (vgl. Abbildung 13; Quelle Eurostat, Patentdatenbank).<\/p>\n<p>S. 39<\/p>\n<p>Abbildung 14: Die 50 aktivsten Patentanmelder beim Deutschen Patent- und Markenamt (ohne Ber&uuml;cksichtigung eventueller Konzernverbundenheit). Ver&ouml;ffentlichte Patentanmeldungen im Jahr 2006<\/p>\n<p>S. 51<\/p>\n<p>Abbildungen 22: Verteilung Patentanmeldungen auf IPC Klassen (Quelle: OECD, Patent Database, Dezember 2005)<\/p>\n<p>b) dass die im Emissionsprospekt gemachten Angaben zur Bewertung von Patenten auf S. 23, 43, 53 nicht von einer neutralen Stelle stammen, sondern von Patentinhabern selbst und diese drastisch &uuml;berh&ouml;ht sind und die Anleger dadurch unrichtig informiert werden und insoweit ein erheblicher Prospektfehler vorliegt,<\/p>\n<p><u>durch folgende Formulierung:<\/u><\/p>\n<p>S. 23<\/p>\n<p>Die unterstellten Verwertungserl&ouml;se basieren auf Ergebnissen empirischer Untersuchungen zu Verwertungsergebnissen aus deutschen und internationalen Patenten (vgl. Kapitel 9), wobei in den zu betrachtenden Erfolgsklassen Referenzwerte zur Grundlage herangezogen werden, die deutlich unterhalb der rechnerischen Klassenmittelwerte liegen. Es besteht die Chance, dass die Verwertungserl&ouml;se einzelner oder mehrerer Patente bzw. Patentfamilien zu h&ouml;heren Verkaufspreisen verwertet werden k&ouml;nnen, als in der Ergebnisprognose unterstellt wurde. Dies kann dazu f&uuml;hren, dass die Rendite f&uuml;r die Anleger h&ouml;her ist, als prognostiziert.<\/p>\n<p>S. 43<\/p>\n<p>Der durchschnittliche Wert eines &bdquo;europ&auml;ischen&#8220; Patentes betr&auml;gt laut der Studie der EU-Kommission EUR 6,358 Mio.<\/p>\n<p>S. 53<\/p>\n<p>Aus der empirischen Studie der EU-Kommission aus 2005 leitet sich &uuml;ber alle Werteklassen ein durchschnittlicher gewichteter Wert deutscher Patente f&uuml;r den Zielmarkt des Alpha Patentfonds 2 von ca. EUR 2,4 Mio. ab.<\/p>\n<p>c) dass der Emissionsprospekt auf S. 2 des Emissionsprospektes keinen Hinweis darauf enth&auml;lt, dass es einen Markt f&uuml;r Patente zwischen miteinander nicht verbundenen und kooperierenden Unternehmen in dem aufgezeigten Umfang, der Grundlage f&uuml;r die Konzeption des Fonds ist, nicht gibt und insoweit ein erheblicher Prospektfehler vorliegt;<\/p>\n<p><u>durch folgende Formulierung:<\/u><\/p>\n<p>Ein wesentlicher Teil des m&ouml;glichen Angebotes aber ist gar nicht am Markt. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IdW, K&ouml;ln) aus 2006 kommt auf ca. 25 % ungenutzter deutscher Patente, weil die Inhaber sie entweder nicht nutzen wollen oder sie nicht nutzen k&ouml;nnen. Vielfach fehlen zum Beispiel generelles Know-how und\/oder finanzielle Mittel zur Selbstnutzung oder das erforderliche Netzwerkwissen zur erforderlichen qualifizierten Patentbewertung und &#8211; verwertung und\/oder die ldentifikationsm&ouml;glichkeiten alternativer Nutzer<\/p>\n<p>d) dass der Markt f&uuml;r die Verwertung von Patenten im Emissionsprospekt zu positiv dargestellt wird, n&auml;mlich durch den auf S. 23 und 64 des Prospektes enthaltenen Hinweis, dass der durchschnittliche Verwertungserl&ouml;s pro Patent mit 1,5 Mio. &euro; angegeben wird und es als realistisch dargestellt wird, dass 54 % der Patente erfolgreich verwertet werden k&ouml;nnen, und die Anleger dadurch unrichtig informiert werden und insoweit ein erheblicher Prospektfehler vorliegt;<\/p>\n<p><u>durch folgende Formulierung:<\/u><\/p>\n<p>S. 23<\/p>\n<p>Die unterstellten Verwertungserl&ouml;se basieren auf Ergebnissen empirischer Untersuchungen zu Verwertungsergebnissen aus deutschen und internationalen Patenten (vgl. Kapitel 9), wobei in den zu betrachtenden Erfolgsklassen Referenzwerte zur Grundlage herangezogen werden, die deutlich unterhalb der rechnerischen Klassenmittelwerte liegen. Es besteht die Chance, dass die Verwertungserl&ouml;se einzelner oder mehrerer Patente bzw. Patentfamilien zu h&ouml;heren Verkaufspreisen verwertet werden k&ouml;nnen, als in der Ergebnisprognose unterstellt wurde. Dies kann dazu f&uuml;hren, dass die Rendite f&uuml;r die Anleger h&ouml;her ist, als prognostiziert.<\/p>\n<p>S. 64<\/p>\n<p>Ertr&auml;ge aus der Verwertung der Patente: Im vorliegenden Finanzmodell wird davon ausgegangen, dass 135 Patente\/Patentfamilien der 250 zur Verwertung ausgew&auml;hlten Patente\/Patentfamilien (vgl. Kapitel 10.2) zu einem durchschnittlichen Verwertungserl&ouml;s von EUR 1,5 Mio. verwertet werden. Basierend auf der Abbildung 12 (vgl. Kapitel 9 Empirische Studien zu Patentwerten) wurde angenommen, dass von den 135 erfolgreich verwerteten Patenten 75 in der Klasse B (Patentwerte zwischen EUR 500 Tsd. und 2,5 Mio.) und 60 in der Klasse A (Patentwerte &gt; EUR 2,5 Mio.) liegen. Als konservative Annahme wurde f&uuml;r die Klasse B ein erwarteter Verwertungserl&ouml;s von EUR 700 Tsd, Pro Patent\/Patentfamilie und f&uuml;r die Klasse A von EUR 2,5 Mio. angenommen. Gewichtet ergibt sich ein erwarteter Verwertungserl&ouml;s von EUR 1,5 Mio. pro Patent\/Patentfamilie,<\/p>\n<p>e) dass der Emissionsprospekt auf S. 79 nicht ordnungsgem&auml;&szlig; und ausreichend deutlich macht, dass neben dem dargestellten Fonds ein weiterer Fonds derselben Fondsgesellschaft mit &uuml;berlappenden Fondslaufzeiten mit dem identischen Konzept um die gleichen Patente und deren Verwertungen konkurrieren und insoweit ein erheblicher Prospektfehler vorliegt;<\/p>\n<p><u>durch folgende Formulierung:<\/u><\/p>\n<p>S. 79<\/p>\n<p>Die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Kommanditistin ist bereits in dem Vorg&auml;ngerfonds, der Alpha Patentfonds GmbH &amp; Co. KG, Gr&uuml;ndungsgesellschafter und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Kommanditistin. Hieraus k&ouml;nnen sich Interessenkonflikte im Zusammenhang mit der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrungst&auml;tigkeit ergeben. Gleiches gilt f&uuml;r die T&auml;tigkeit der Treuhand-Kommanditistin, die diese Aufgabe bereits f&uuml;r den Vorg&auml;ngerfonds wahrnimmt. Dar&uuml;ber hinaus ist geplant, dass die Beteiligten die entsprechenden Funktionen auch in Nachfolgefonds wahrnehmen.<\/p>\n<p>f) dass der Emissionsprospekt auf S. 19 nicht ordnungsgem&auml;&szlig; und ausreichend auf die Interessenskonflikte hinweist, die dadurch entstehen, dass ein weiterer Fonds derselben Fondsgesellschaft mit denselben Kompetenzpartnern die Patentselektierung und -verwertung vornehmen und wie dieser Interessenkonflikt gel&ouml;st wird und insoweit ein erheblicher Prospektfehler vorliegt;<\/p>\n<p><u>durch folgende Formulierung:<\/u><\/p>\n<p>S. 19<\/p>\n<p>M&ouml;gliche Interessenkonflikte<\/p>\n<p>Die Kompetenzpartner, denen die Aufgaben der Patentselektion, -bewertung und -verwertung &uuml;bertragen wurden, sind f&uuml;r diese Aufgaben auch f&uuml;r den zeitweise parallel laufenden Vorg&auml;ngerfonds, den Alpha Patentfonds zust&auml;ndig. Die T&auml;tigkeiten bzw. die Prozessstufen, die in diesem Fonds bearbeitet werden, sind zum Zeitpunkt der Prospektherausgabe im zeitlichen Plan bereits 1 Jahr fortgeschritten. Das hei&szlig;t zum Beispiel, dass die Prozessstufe 1, die Identifikation und Vorauswahl von Patenten, f&uuml;r den Alpha Patentfonds bei Beginn des Alpha Patentfonds 2 voraussichtlich abgeschlossen sein wird. Dar&uuml;ber hinaus werden Patente, die f&uuml;r den Alpha Patentfonds identifiziert wurden, nicht auch f&uuml;r den Alpha Patentfonds 2 identifiziert. &Uuml;berschneidungen der jeweiligen T&auml;tigkeiten und damit einhergehende Interessenkonflikte sind trotz interner Compliance-Ma&szlig;nahmen dennoch nicht v&ouml;llig auszuschlie&szlig;en. Dies kann negative Auswirkungen auf die Rendite der Anleger haben.<\/p>\n<p>g) dass der Emissionsprospekt auf S. 14 und S. 62 den Eindruck vermittelt, dass 89,68 % des Beteiligungskapitals in werthaltige Patente investiert werden, obgleich die Selektionskosten f&uuml;r die Patente bereits 72,76 &deg;A des investierten Kapitals ausmachen, so dass der Anleger dadurch unrichtig informiert wird und insoweit ein erheblicher Prospektfehler vorliegt;<\/p>\n<p><u>durch folgende Formulierung:<\/u><\/p>\n<p>S. 14<\/p>\n<p>In die Investition zzgl. einer Liquidit&auml;tsreserve flie&szlig;en somit 89,70% des Emissionskapitals.<\/p>\n<p>S. 62<\/p>\n<p>Zum Zeitpunkt der Herausgabe dieses Verkaufsprospektes hat die Portfoliogesellschaft noch nicht mit dem Erwerb der Patentverwertungsrechte begonnen. Vorgesehen ist eine Investition in den Erwerb von Patentverwertungsrechten inklusive der Erwerbsnebenkosten von 89,25 % des tats&auml;chlich platzierten Emissionskapitals der Fondsgesellschaft bzw. 89,70% des Genussrechtskapitals der Portfoliogesellschaft. Das hei&szlig;t, dass EUR 44,625 Mio. f&uuml;r den Erwerb von Patentverwertungsrechten und die operativen Kosten der Struktur eingesetzt werden<\/p>\n<p>h) dass der Emissionsprospekt n&auml;mlich auf S. 3, 11, 16, 18, 55, 70, 74, 86 den falschen Eindruck vermittelt, dass die Laufzeit der Fondsgesellschaft vier Jahre betrage und als &bdquo;worst case&#8220; eine Laufzeit von 5 Jahren darstellt ohne in ausreichender Ma&szlig;e und Deutlichkeit darauf hinzuweisen, dass &sect; 12 Abs. 2 des Gesellschaftsvertrages (S. 107) der gesch&auml;ftsf&uuml;hrenden Kommanditistin das Recht einr&auml;umt, durch einseitige Erkl&auml;rung die Dauer der Gesellschaft unbegrenzt zu verl&auml;ngern und dass insofern ein erheblicher Prospektfehler vorliegt;<\/p>\n<p><u>durch folgende Formulierung:<\/u><\/p>\n<p>S. 3<\/p>\n<p>Wir planen eine &uuml;berschaubare Bindung des gezeichneten Kapitals &uuml;ber eine vierj&auml;hrige Fondslaufzeit, verbunden mit einem attraktiven Wertzuwachs nach Steuern und laden Sie herzlich zur Zeichnung ein.<\/p>\n<p>S. 11<\/p>\n<p>Dabei richtet sich die Emission an solche nat&uuml;rliche und juristische Personen, die ihre Verm&ouml;genswerte diversifizieren wollen und, die bereit sind, unter Einsatz von Finanzmitteln, eine Beteiligung einzugehen, &uuml;ber die w&auml;hrend der geplanten 4-j&auml;hrigen Beteiligungsdauer nicht verf&uuml;gt werden soll und die, die Einsch&auml;tzungen und Erwartungen des Prospektherausgebers teilen.<\/p>\n<p>S. 16<\/p>\n<p>Beim ROI handelt es sich nicht um eine mehrperiodische bzw. finanzmathematische Kennziffer. Der Wertzuwachs in % des eingesetzten Kapitals p.a. nach ROI definiert sich als Summe der R&uuml;ckfl&uuml;sse an die Anleger minus des eingesetzten Kapitals (inklusive Agio) geteilt durch die erwartete 4-j&auml;hrige Beteiligungsdauer.<\/p>\n<p>S. 18<\/p>\n<p>Der Fonds ist mit einer wirtschaftlichen Beteiligungszeit von 4 Jahren (ab Vollplatzierung) konzipiert worden.<\/p>\n<p>S. 55<\/p>\n<p>Auf Grund der angestrebten Fondslaufzeit von nur 4 Jahren ist die Kapitalbindung deutlich k&uuml;rzer als bei herk&ouml;mmlichen geschlossenen Fonds.<\/p>\n<p>S. 70<\/p>\n<p>Fondslaufzeit: 4 Jahre.<\/p>\n<p>S. 74<\/p>\n<p>4.2 Worst Case: Fondslaufzeit 5 Jahre<\/p>\n<p>S. 74<\/p>\n<p>Bei der Ermittlung der Auswirkungen auf die IRR Rendite p. a. durch die Verl&auml;ngerung der Fondslaufzeit auf 5 Jahre wird bei der vorliegenden Kalkulation davon ausgegangen, dass der Anleger im Jahr 2 keinerlei R&uuml;ckfl&uuml;sse erh&auml;lt und diese stattdessen im Jahr 5 erfolgen. Dar&uuml;ber hinaus wurde aus Vereinfachungsgr&uuml;nden lediglich die Fondslaufzeit um ein Jahr auf 5 Jahre verl&auml;ngert, ohne weitere &Auml;nderungen in den Grundannahmen vorzunehmen.<\/p>\n<p>S. 86<\/p>\n<p>Eine Aus&uuml;bung des Andienungsrechts ist in den folgenden zwei<\/p>\n<p>h) F&auml;llen im nachfolgend beschriebenen Umfang m&ouml;glich: a) j&auml;hrlich in den Jahren 2010 bis 2011 mit Wirkung jeweils zum 31. M&auml;rz anteilig in H&ouml;he von zumindest 7 % des eingeworbenen Kommanditkapitals ohne Agio. b) unabh&auml;ngig von vorstehender Ziffer a) vollumf&auml;nglich zum Ende der Fondslaufzeit am 31. M&auml;rz 2012.<\/p>\n<p>i) dass der Emissionsprospekt auf S. 11 keinen ordnungsgem&auml;&szlig;en und ausreichenden Hinweis auf die Konzeption des Fonds als &bdquo;Blind-Pool&#8220; enth&auml;lt und somit ein erheblicher Prospektfehler vorliegt;<\/p>\n<p><u>durch folgende Formulierung:<\/u><\/p>\n<p>Bei dem Zielportfolio handelt es sich um einen sogenannten Blind-Pool, bei dem zwar der spezielle Markt und dessen Komponenten bekannt sind sowie Kriterien f&uuml;r die Auswahl der Anlagegegenst&auml;nde festgelegt wurden (vgl. Kapitel 10.2.2, unter &bdquo;Stufen 1, 2 und 3), jedoch die jeweiligen konkreten Anlagegegenst&auml;nde noch nicht ausgew&auml;hlt oder erworben wurden.<\/p>\n<p>j) dass der Emissionsprospekt auf S. 64 keinen ordnungsgem&auml;&szlig;en und ausreichenden Hinweis beinhaltet, dass mit dem Beteiligungskapital allein die erforderliche Anzahl von Patentenverwertungen, die f&uuml;r die prognostizierte Rendite erfolgen m&uuml;ssen, nicht zu erzielen ist und somit ein erheblicher Prospektfehler vorliegt;<\/p>\n<p><u>durch folgende Formulierung:<\/u><\/p>\n<p>Ertr&auml;ge aus der Verwertung der Patente: Im vorliegenden Finanzmodell wird davon ausgegangen, dass 135 Patente\/Patentfamilien der 250 zur Verwertung ausgew&auml;hlten Patente\/Patentfamilien (vgl. Kapitel 10.2) zu einem durchschnittlichen Verwertungserl&ouml;s von EUR 1,5 Mio. verwertet werden. Basierend auf der Abbildung 12 (vgl. Kapitel 9 Empirische Studien zu Patentwerten) wurde angenommen, dass von den 135 erfolgreich verwerteten Patenten 75 in der Klasse B (Patentwerte zwischen EUR 500 Tsd. und 2,5 Mio.) und 60 in der Klasse A (Patentwerte &gt; EUR 2,5 Mio.) liegen. Als konservative Annahme wurde f&uuml;r die Klasse B ein erwarteter Verwertungserl&ouml;s von EUR 700 Tsd. pro Patent\/Patentfamilie und f&uuml;r die Klasse A von EUR 2,5 Mio. angenommen. Gewichtet ergibt sich ein erwarteter Verwertungserl&ouml;s von EUR 1,5 Mio. pro Patent\/Patentfamilie. Es wird angenommen, dass der Kaufpreis f&uuml;r die Patente nach deren Verwertung direkt der Portfoliogesellschaft zuflie&szlig;t, in Ausnahmef&auml;llen kann der auf den Patentver&auml;u&szlig;erer entfallende Anteil des Kaufpreises direkt an letzteren zuflie&szlig;en<\/p>\n<p>k) dass der Emissionsprospekt auf S. 65 keinen ordnungsgem&auml;&szlig;en und ausreichenden Hinweis auf das mit dem, dem Prospekt zu Grunde liegenden Re-Investitions-Konzept, verbundene besondere Anlagerisiko enth&auml;lt und somit ein erheblicher Prospektfehler vorliegt;<\/p>\n<p><u>durch folgende Formulierung:<\/u><\/p>\n<p>Liquidit&auml;ts&uuml;berschuss laufendes Jahr: Der Cash Flow der jeweiligen Periode ergibt sich als Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben<\/p>\n<p>l) dass der Emissionsprospekt auf S. 62 Kosten f&uuml;r rechtliche und steuerliche Beratung, Angebotsunterlagen und Gutachten in H&ouml;he von 750.000 EUR sowie f&uuml;r Gr&uuml;ndung und Strukturierung und Anlagekonzeption in H&ouml;he von 1.375.000 EUR ausweist, die aufgrund der identischen &Uuml;bernahme des Konzeptes des Vorg&auml;ngerfonds so nicht entstanden sind und dass somit ein erheblicher Prospektfehler vorliegt;<\/p>\n<p><u>durch folgende Formulierung:<\/u><\/p>\n<p>Rechtliche u. steuerliche Beratung, Angebotsunterlagen, Gutachten 750.000 1,51 Gr&uuml;ndung, Strukturierung, Anlagekonzeption 1.375.000 2,76<\/p>\n<p>F&uuml;r die Gr&uuml;ndung aller zur Umsetzung der Anlage erforderlichen Gesellschaften sowie die Strukturierung und Konzeption dieser Kapitalanlage erh&auml;lt die EURAM Bank AG, Wien eine Geb&uuml;hr in H&ouml;he von 2,75 % des Emissionskapitals bzw. 2,76 % des Genussrechtskapitals. Dieser Betrag schlie&szlig;t eine eventuell anfallende Umsatzsteuer bereits mit ein<\/p>\n<p>m) dass der Emissionsprospekt, n&auml;mlich auf den Seiten 3, 10, 14, 46, 50, 53, 57, 59, 86, 97 den falschen Eindruck vermittelt, dass f&uuml;r die Selektion und Verwertung der Patente die Steinbeis-Gruppe verantwortlich sei, obwohl mit dieser keine vertragliche Bindung bestand und insoweit ein erheblicher Prospektfehler vorliegt;<\/p>\n<p><u>durch folgende Formulierung:<\/u><\/p>\n<p>S. 3<\/p>\n<p>Verantwortlich f&uuml;r diesen Prozess und die Verwertung der ausgesuchten Patente sind u. a. Unternehmen des Steinbeis-Verbundes mit ihrer umfangreichen Erfahrung und Expertise in Patentbe- und verwertung, Mergers &amp; Acquisitions und dem Alpha Gesch&auml;ftsmodell sowie Zugang zu Patentinhabern und -erwerbern. Sowohl die Portfolio-als auch die Fondsgesellschaft haben damit Zugriff auf das gesamte Netzwerk- und Marktwissen des Steinbeis-Verbundes, des gr&ouml;&szlig;ten europ&auml;ischen Netzwerkes im Technologie- und Wissenstransfers mit weltweiten Repr&auml;sentanzen. Zur Steinbeis-Gruppe geh&ouml;ren in Deutschland zurzeit 722 Steinbeis Unternehmen, die sich unter Leitung von &uuml;ber 860 Hochschulprofessoren auf den Technologie- und Wissenstransfers &uuml;ber die gesamte technologische Wertsch&ouml;pfungskette und -vielfalt spezialisieren.<\/p>\n<p>S. 10<\/p>\n<p>Die Identifizierung, Bewertung und Selektion von Patenten mit einem hohen Verwertungspotenzial aus unterschiedlichen Branchen und Technologiegebieten wird durch die von der Portfoliogesellschaft beauftragten Alpha Gasser Patentverwertungs Kommanditgesellschaft als Kompetenzpartner, die ihrerseits wiederum die Steinbeis-Gruppe als weiteren Kompetenzpartner einschaltet, durchgef&uuml;hrt.<\/p>\n<p>F&uuml;r die Durchf&uuml;hrung des gesamten technischen Prozesses der Identifikation, Selektion, Bewertung und Verwertung der Patente konnte als weiterer Kompetenzpartner die Steinbeis-Gruppe gewonnen werden. Die Steinbeis-Gruppe z&auml;hlt mit &uuml;ber 4000 Mitarbeitern und einem Umsatzhonorar von EUR 110 Mio. im Jahr 2006 zu den f&uuml;hrenden und renommierten europ&auml;ischen Unternehmen im Technologietransfer. Die Steinbeis-Gruppe verf&uuml;gt einerseits &uuml;ber erstklassige Expertise bei der Bewertung und Verwertung von Schutzrechten, andererseits erm&ouml;glicht die Steinbeis-Gruppe den Zugang zu den potentialtr&auml;chtigen Patentinhabern und den wirtschaftlich starken Patentk&auml;ufern.<\/p>\n<p>S. 14<\/p>\n<p>Im &Uuml;brigen weist die Anbieterin darauf hin, dass durch die Arbeitsteilung zwischen der Alpha Gasser Patentverwertungs KG und der Steinbeis-Gruppe keine Mehrkosten entstehen; die entsprechenden Verg&uuml;tungen w&uuml;rden in gleicher H&ouml;he auch im Falle einer direkten Beauftragung der Steinbeis-Gruppe anfallen.<\/p>\n<p>S. 46<\/p>\n<p>F&uuml;r die Durchf&uuml;hrung des Beschaffungs-, Pr&uuml;fungs-, Selektions-, Bewertungs- und Verwertungsprozesses hat die Portfoliogesellschaft als Kompetenzpartner die Alpha Gasser Patentverwertungs Kommanditgesellschaft ausgew&auml;hlt, die wiederum mit der Steinbeis-Gruppe, gef&uuml;hrt durch Steinbeis TIB und Steinbeis M&amp;A, kooperiert. Die Steinbeis-Gruppe verf&uuml;gt einerseits &uuml;ber ein hohes Ma&szlig; an Reputation in Wirtschaft und Wissenschaft und andererseits &uuml;ber die erforderlichen Strukturen und die Expertise zur zielorientierten Durchf&uuml;hrung der Aufgaben.<\/p>\n<p>S. 50<\/p>\n<p>Nach Abschluss des Verwertungsvertrages erstellt die Alpha Gasser Patentverwertungs Kommanditgesellschaft in Zusammenarbeit mit der Steinbeis-Gruppe f&uuml;r die jeweiligen zu verwertenden Patente bzw. Patentfamilien ein strategisches Patentprofil, das in einem Patentmemorandum dargestellt wird.<\/p>\n<p>S. 53<\/p>\n<p>Die Portfoliogesellschaft beauftragt die Alpha Gasser Patentverwertungs Kommanditgesellschaft als Kompetenzpartner, die ihrerseits wiederum die Steinbeis-Gruppe als weiteren Kompetenzpartner einschaltet.<\/p>\n<p>S. 53<\/p>\n<p>F&uuml;r die Durchf&uuml;hrung des gesamten technischen Prozesses der Selektion, Bewertung und Verwertung der Patente ist die Steinbeis-Gruppe verantwortlich. Die Steinbeis-Gruppe z&auml;hlt mit &uuml;ber 4.000 Mitarbeitern zu den f&uuml;hrenden und renommierten europ&auml;ischen Unternehmen im Technologietransfer. Die Steinbeis-Gruppe verf&uuml;gt einerseits &uuml;ber Expertise bei der Bewertung und Verwertung von Schutzrechten, andererseits erm&ouml;glicht die Steinbeis-Gruppe den Zugang zu den potentialtr&auml;chtigen Patentinhabern und den wirtschaftlich starken Patentk&auml;ufern.<\/p>\n<p>S. 57<\/p>\n<p>Insbesondere zeichnet die Alpha Gasser Patentverwertungs Kommanditgesellschaft verantwortlich f&uuml;r die Zusammenarbeit mit der Steinbeis-Gruppe, einem weltweit t&auml;tigen Dienstleistungsunternehmen im Technologie-und Wissenstransfer.<\/p>\n<p>S. 57<\/p>\n<p>Heute ist die Steinbeis-Stiftung bzw. die Steinbeis-Gruppe ein f&uuml;hrendes Dienstleistungsunternehmen im Technologie- und Wirtschaftstransfer.<\/p>\n<p>Zur Steinbeis-Gruppe geh&ouml;ren derzeit &uuml;ber 720 Steinbeis-Transferunternehmen sowie Kooperations- und Projektpartner in 50 L&auml;ndern. Die Steinbeis-Unternehmen sind fachlich spezialisiert und decken alle Technologie- und Managementbereiche ab. Die einzelnen Steinbeis-Transferunternehmen wickeln mehr als 20.000 Projekte im Jahr ab. Im Jahre 2006 erzielte die Steinbeis-Gruppe einen Umsatz von EUR 110 Mio. 4.000 Experten unter der Leitung von mehr als 860 Professoren aller Fachbereiche bieten eine umfassende Unternehmens- und Projektberatung &uuml;ber die gesamte technologische Wertsch&ouml;pfungskette. Die Mandanten kommen aus allen Gr&ouml;&szlig;enklassen vom Existenzgr&uuml;nder bis zum Industriekonzern. Die Steinbeis-Transferzentren haben ihren Sitz gr&ouml;&szlig;tenteils an Forschungseinrichtungen, Universit&auml;ten, Fachhochschulen und Berufsakademien. In Berlin gibt es sogar eine eigene Steinbeis-Hochschule.<\/p>\n<p>&Uuml;ber die einzelnen Steinbeis-Unternehmen kann die Steinbeis-Gruppe seinen Kunden ein umfangreiches Wissenspotenzial in der Technologie- und Managementfeldern anbieten.<\/p>\n<p>S. 59<\/p>\n<p>Die Steinbeis-Gruppe agiert weltweit. Zum Verbund des Unternehmens, mit Stammsitz in Stuttgart, geh&ouml;ren Steinbeis-Einheiten und Kooperationspartner in &uuml;ber 50 L&auml;ndern. Die Experten des weltweiten Netzwerks kennen die l&auml;nderspezifischen Wirtschaftsstrukturen, M&auml;rkte und Mentalit&auml;ten. Mit diesem Know-how erm&ouml;glichen sie einen internationalen Technologie- und Wissenstransfer.<\/p>\n<p>Deshalb hat die Steinbeis-Gruppe einen guten Zugang zu Patentinhabern.<\/p>\n<p>S. 86<\/p>\n<p>Die Portfoliogesellschaft wird mit der Alpha Gasser Patentverwertungs Kommanditgesellschaft als Kompetenzpartner, die wiederum sehr eng mit dem weiteren Kompetenzpartner, der Steinbeis-Gruppe, zusammenarbeitet, einen Vertrag &uuml;ber die Identifikation, Vorauswahl und Bewertung von Patenten abschlie&szlig;en, der deutschem Recht unterliegt.<\/p>\n<p>S. 97<\/p>\n<p>Die Alpha Patentfonds 2 GmbH &amp; Co. KG, die Alpha Patentfonds Management GmbH, die EURAM Verwaltungs GmbH, die R&ouml;ver-Br&ouml;nner Treuhand GmbH Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, die Patentportfolio 2 S.&auml;r.1, die Patentportfolio Stichting, die Alpha Gasser Patentverwertungs KG sowie die Steinbeis Gruppe unterliegen keiner Aufsicht.<\/p>\n<p>n) dass der Emissionsprospekt, n&auml;mlich auf den Seiten 19, 46, 57, 59, 64 den falschen Eindruck vermittelt, dass der Hauptfocus des Steinbeis Transferzentrum Technologiebewertung und lnnovationsberatung (Steinbeis TIB) im Zeitpunkt der Prospekterstellung in der Verwertung von Patenten liegt und dort praktische Erfahrungen bereits vor Prospekterstellung bestanden und insoweit ein erheblicher Prospektfehler vorliegt;<\/p>\n<p><u>durch folgende Formulierung:<\/u><\/p>\n<p>S. 19<\/p>\n<p>Die weiteren Kompetenzpartner neben der Alpha Gasser Patentwertungs Kommanditgesellschaft, die Steinbeis TIB und Steinbeis M&amp;A, sind im Bereich der Patentbewertung und Patentverwertung auch f&uuml;r andere Auftraggeber (Dritte), z. B. Kreditinstitute, Unternehmen, Patentverwertungsunternehmen, t&auml;tig.<\/p>\n<p>S. 46<\/p>\n<p>F&uuml;r die Durchf&uuml;hrung des Beschaffungs-, Pr&uuml;fungs-, Selektions-, Bewertungs- und Verwertungsprozesses hat die Portfoliogesellschaft als Kompetenzpartner die Alpha Gasser Patentverwertungs Kommanditgesellschaft ausgew&auml;hlt, die wiederum mit der Steinbeis-Gruppe, gef&uuml;hrt durch Steinbeis TIB und Steinbeis M&amp;A, kooperiert.<\/p>\n<p>S. 57<\/p>\n<p>Im Einzelnen wurden als Kompetenzpartner f&uuml;r die technische Durchf&uuml;hrung der Identifikation, Bewertung, Selektion und Verwertung von Patenten f&uuml;r die Fondsgesellschaft unter den m&ouml;glichen Alternativen das Steinbeis-Beratungszentrum Mergers &amp; Acquisitions und das Steinbeis-Transferzentrum Technologiebewertung und lnnovationsberatung (TIB) ausgew&auml;hlt.<\/p>\n<p>S. 59<\/p>\n<p>Steinbeis TIB verf&uuml;gt &uuml;ber praktische Erfahrung in den Aufgabenbereichen, Bewertung und Verwertung, Identifikation und Beschaffung von Patenten. F&uuml;r die letzten beiden Aufgaben wurde Steinbeis beispielsweise ausserhalb der Alpha Patentfonds Produktlinie von einem anderen bereits platzierten Patentfonds als Dienstleister beauftragt.<\/p>\n<p>S. 64<\/p>\n<p>Verwertung der Patente: Das internationale Patentmonitoring und die Verwertung der ausgew&auml;hlten Patente\/Patentfamilien &uuml;bernimmt die Alpha Gasser Patentverwertungs Kommanditgesellschaft in Zusammenarbeit mit Steinbeis TIB und\/oder Steinbeis M&amp;A und erh&auml;lt f&uuml;r diese T&auml;tigkeit eine Verg&uuml;tung von EUR 52.500 pro Patent der zu verwertenden 250 Patente.<\/p>\n<p>o) dass der Emissionsprospekt, n&auml;mlich auf der Seite 3, 46, 59 den falschen Eindruck vermittelt, dass die Alpha Gasser Patentverwertungs-Kommanditgesellschaft (AGP) und das Steinbeis Transferzentrum Technologiebewertung und Innovationsberatung (Steinbeis TIB) zu den europ&auml;ischen Marktf&uuml;hrern im Technologie- und Wissenstransfer geh&ouml;ren und langj&auml;hrige Erfahrung und Expertise in der Patentbewertung und &#8211; verwertung haben und insoweit ein erheblicher Prospektfehler vorliegt;<\/p>\n<p><u>durch folgende Formulierung:<\/u><\/p>\n<p>S. 3<\/p>\n<p>Verantwortlich f&uuml;r diesen Prozess und die Verwertung der ausgesuchten Patente sind u. a. Unternehmen des Steinbeis-Verbundes mit ihrer umfangreichen Erfahrung und Expertise in Patentbe- und verwertung, Mergers &amp; Acquisitions und dem Alpha Gesch&auml;ftsmodell sowie Zugang zu Patentinhabern und -erwerbern.<\/p>\n<p>S. 46<\/p>\n<p>Die Kompetenzpartner des Alpha Patentfonds 2 geh&ouml;ren zu den europ&auml;ischen Marktf&uuml;hrern im Technologie- und Wissenstransfer, haben Zugang zu Patentinhabern und Patenterwerbern und langj&auml;hrige Erfahrungen und Expertise in der Patentbewertung und -verwertung.<\/p>\n<p>S. 59<\/p>\n<p>Es besteht gro&szlig;e Erfahrung in der Durchf&uuml;hrung komplexer und vergleichbarer Projekte.<\/p>\n<p>p) dass der Emissionsprospekt auf S. 10 und 96 keinen notwendigen Hinweis dazu enth&auml;lt, dass Unternehmenssitz der Alpha Gasser Patentverwertungs KG lediglich das private Einfamilienhaus des Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers Karl Gasser und dessen Ehefrau ist und insoweit ein erheblicher Prospektfehler vorliegt;<\/p>\n<p><u>durch folgende Formulierung:<\/u><\/p>\n<p>S. 10<\/p>\n<p>Die Alpha Gasser Patentverwertungs Kommanditgesellschaft koordiniert den kompletten Prozess und ist weiterhin verantwortlich f&uuml;r Deskresearch, interne Analyse von Patenten, Patentmonitoring, die Verwaltung und die Koordination von &ouml;sterreichischen und schweizerischen Patenten.<\/p>\n<p>S. 96<\/p>\n<p>Name Alpha Gasser Patentverwertungs Kommanditgesellschaft Eingetragener Sitz\/ T&uuml;rlacherstra&szlig;e 18 Gesch&auml;ftsanschrift 6060 Samen<\/p>\n<p>Gegenstand der Das Erbringen von s&auml;mtlichen Gesellschaft Leistungen im Zusammenhang mit der Vermittlung und Verwertung von Patenten<\/p>\n<p>q) dass der Emissionsprospekt auf S. 96 nicht darauf hinweist, dass die Alpha Gasser Kommanditgesellschaft bei Prospektaufstellung nicht &uuml;ber das Personal verf&uuml;gte, um die Verwertung der Patente durchf&uuml;hren zu k&ouml;nnen,<\/p>\n<p><u>durch folgende Formulierung:<\/u><\/p>\n<p>S. 96<\/p>\n<p>Name Alpha Gasser Patentverwertungs Kommanditgesellschaft Eingetragener Sitz\/ T&uuml;rlacherstra&szlig;e 18 Gesch&auml;ftsanschrift 6060 Samen Gegenstand der Das Erbringen von s&auml;mtlichen Gesellschaft Leistungen im Zusammenhang mit der Vermittlung und Verwertung von Patenten<\/p>\n<p>r) dass der Emissionsprospekt auf S. 55 nicht darauf hinweist, dass der Zugang zu gro&szlig;en Unternehmen, die bereit und in der Lage w&auml;ren 1,5 Mill. EUR f&uuml;r den Kauf eines Patentes zu investieren nur &uuml;ber gro&szlig;e etablierte Broker oder Intermedi&auml;re m&ouml;glich ist, zu denen die Kompetenzpartner nicht geh&ouml;ren;<\/p>\n<p><u>durch folgende Formulierung:<\/u><\/p>\n<p>F&uuml;r die Durchf&uuml;hrung von Verhandlungen, die zum Abschluss von Verwertungsvertr&auml;gen f&uuml;hren, werden f&uuml;r jedes der 250 Fondspatente\/Patentfamilien EUR 5.000 inklusive Umsatzsteuer berechnet. Hier wird jeweils auf h&ouml;chster Ebene der Kompetenzpartner und mit dem Einzelerfinder direkt oder auf h&ouml;chster Ebene der Unternehmen verhandelt (Stufe 5). Alleine an Vorabgeb&uuml;hren (Retainer) werden nach Einsch&auml;tzungen der Prospektherausgeberin im Rahmen professioneller Patentverwertung je nach Wert des Patentes\/der Patentfamilie zwischen EUR 30.000 bis EUR 250.000 erhoben. In der Regel ist in diesen S&auml;tzen bereits der Aufwand f&uuml;r das internationale Patentmonitoring enthalten, nicht aber der Abschluss eines Verwertungsvertrages (Stufe 6). Mit den angesetzten Verwertungskosten von EUR 52.500 inklusive Umsatzsteuer pro Patent\/Patentfamilie der Endauswahl sind auch erforderlich werdende Reisekosten (auch interkontinentale) abgedeckt. Keine Vorabgeb&uuml;hren erheben &ouml;ffentliche Patentbewertungsstellen, z.B. an Universit&auml;ten.<\/p>\n<p>s) dass der Emissionsprospekt auf S. 55 nicht darauf hinweist, dass die Kornpetenzpartner Alpha Gasser KG, Steinbeis Transferzentrum Technologiebewertung und Innovationsberatung (Steinbeis TIB) oder Steinbeis -Beratungszentrum Mergers &amp; Acquisitions (Steinbeis M &amp; A), keine gro&szlig;en etablierten Broker oder Intermedi&auml;re sind, die Zugang zu gro&szlig;en Unternehmen haben, die bereit und in der Lage w&auml;ren, 1,5 Mill. EUR f&uuml;r den Kauf eines Patentes zu investieren<\/p>\n<p><u>durch folgende Formulierung:<\/u><\/p>\n<p>F&uuml;r die Durchf&uuml;hrung von Verhandlungen, die zum Abschluss von Verwertungsvertr&auml;gen f&uuml;hren, werden f&uuml;r jedes der 250 Fondspatente\/Patentfamilien EUR 5.000 inklusive Umsatzsteuer berechnet. Hier wird jeweils auf h&ouml;chster Ebene der Kompetenzpartner und mit dem Einzelerfinder direkt oder auf h&ouml;chster Ebene der Unternehmen verhandelt (Stufe 5). Alleine an Vorabgeb&uuml;hren (Retainer) werden nach Einsch&auml;tzungen der Prospektherausgeberin im Rahmen professioneller Patentverwertung je nach Wert des Patentes\/der Patentfamilie zwischen EUR 30.000 bis EUR 250.000 erhoben. In der Regel ist in diesen S&auml;tzen bereits der Aufwand f&uuml;r das internationale Patentmonitoring enthalten, nicht aber der Abschluss eines Verwertungsvertrages (Stufe 6). Mit den angesetzten Verwertungskosten von EUR 52.500 inklusive Umsatzsteuer pro Patent\/Patentfamilie der Endauswahl sind auch erforderlich werdende Reisekosten (auch interkontinentale) abgedeckt. Keine Vorabgeb&uuml;hren erheben &ouml;ffentliche Patentbewertungsstellen, z.B. an Universit&auml;ten<\/p>\n<p>t) dass der Emissionsprospekt auf S. 55 keinen ordnungsgem&auml;&szlig;en und ausreichenden Hinweis aufweist, dass f&uuml;r die Beauftragung von gro&szlig;en etablierten Brokern und Intermedi&auml;ren Provisionen von bis zu 10 `)\/0 &#8211; 20 % des Transaktionsvolumens von den Kompetenzpartnern nicht zu bezahlen sind und f&uuml;r diese Kosten kein Budget vorgesehen ist.<\/p>\n<p><u>durch folgende Formulierung:<\/u><\/p>\n<p>F&uuml;r die Durchf&uuml;hrung von Verhandlungen, die zum Abschluss von Verwertungsvertr&auml;gen f&uuml;hren, werden f&uuml;r jedes der 250 Fondspatente\/Patentfamilien EUR 5.000 inklusive Umsatzsteuer berechnet. Hier wird jeweils auf h&ouml;chster Ebene der Kompetenzpartner und mit dem Einzelerfinder direkt oder auf h&ouml;chster Ebene der Unternehmen verhandelt (Stufe 5). Alleine an Vorabgeb&uuml;hren (Retainer) werden nach Einsch&auml;tzungen der Prospektherausgeberin im Rahmen professioneller Patentverwertung je nach Wert des Patentes\/der Patentfamilie zwischen EUR 30.000 bis EUR 250.000 erhoben. In der Regel ist in diesen S&auml;tzen bereits der Aufwand f&uuml;r das internationale Patentmonitoring enthalten, nicht aber der Abschluss eines Verwertungsvertrages (Stufe 6). Mit den angesetzten Verwertungskosten von EUR 52.500 inklusive Umsatzsteuer pro Patent\/Patentfamilie der Endauswahl sind auch erforderlich werdende Reisekosten (auch interkontinentale) abgedeckt. Keine Vorabgeb&uuml;hren erheben &ouml;ffentliche Patentbewertungsstellen, z.B. an Universit&auml;ten.<\/p>\n<p><strong>VI. Sachverhaltsschilderung:<\/strong><\/p>\n<p>Der Kl&auml;ger zeichnete am 08.04.2008 eine Beteiligung an der Alpha Patentfonds 2 GmbH &amp; Co KG zum Nominalwert von 10.000,00 EUR. Die Anlageberatung erfolgte anhand des von der Beklagten zu 1) herausgegebenen Verkaufsprospektes. Der Kl&auml;ger begehrt von den Beklagten Schadensersatz aus Prospekthaftung im weiteren Sinne.<\/p>\n<p><strong>VII. Tag des Eingangs des Musterverfahrensantrages:<\/strong><\/p>\n<p>10.01.2017<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div>\n<p><em>Iffl&auml;nder<br \/>Vorsitzender Richter am LG<\/em><\/p>\n<\/div>\n<h3>PRESSEKONTAKT<\/h3>\n<p><b>Factum<\/b><br \/>Lars Kickers<\/p>\n<p>Gleiwitzer Str. 5A<br \/>55131 Mainz<\/p>\n<p>Website: www.factum-ag.de<br \/>E-Mail : kickers@factum-ag.de<br \/>Telefon: +49 (0) 6131 9713770<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/\/account.presse-services.de\/tools\/artv.php?xxad=2191-1221\" style=\"position:absolute; visibility:hidden\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In dem Rechtsstreit<\/p>\n<p>Kl\u00e4ger<br \/>\nProzessbevollm\u00e4chtigte: Rechtsanw. Bender &#038; Pfitzmann Rechtsanw\u00e4lte<br \/>\nKaiserstr. 50, 40479 D\u00fcsseldorf,<br \/>\nGesch\u00e4ftszeichen: 688-16-SN-KI<\/p>\n<p>gegen<\/p>\n<p>Alpha Patentfonds Management GmbH, vertr. d.d. 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