{"id":895,"date":"2018-03-24T05:33:49","date_gmt":"2018-03-24T04:33:49","guid":{"rendered":"http:\/\/dresdentipps.de\/?p=895"},"modified":"2018-03-24T05:33:49","modified_gmt":"2018-03-24T04:33:49","slug":"die-zeit-der-guenstigen-immobilien-kredite-geht-zu-ende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=895","title":{"rendered":"Die Zeit der g\u00fcnstigen Immobilien-Kredite geht zu Ende"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:left' class='yasr-auto-insert-visitor'><\/div><p>Wer ein Haus finanzieren will, muss in n&auml;chster Zeit mit steigenden Zinsen rechnen &#8211; und mit schlechteren F&ouml;rderbedingungen. Ein &Uuml;berblick.<\/p>\n<p>Das Geld reicht einfach nicht &#8211; diese bittere Erkenntnis machen derzeit viele Mieter, die eine Immobilie kaufen m&ouml;chten. Dabei sind die Bedingungen f&uuml;r eine Immobilienfinanzierung eigentlich ideal, denn der Arbeitsmarkt boomt, und die Bauzinsen befinden sich immer noch auf einem extrem niedrigen Niveau. Um die 1,5 Prozent kostete Mitte M&auml;rz laut Biallo-Baufinanzierungsindex ein Baudarlehen mit zehnj&auml;hriger Laufzeit. Der Index wird aus 112 Angeboten ermittelt. Wie billig das ist, zeigt der Vergleich mit fr&uuml;heren Jahren. Wer 2008 ein zehnj&auml;hriges Darlehen abschloss, zahlte um die f&uuml;nf Prozent.<\/p>\n<p>Trotz dieser Niedrigzinsen k&ouml;nnen sich viele Mieter den Immobilienkauf nicht leisten. Die Preise f&uuml;r Wohnungen und H&auml;user haben sich in etlichen Regionen so sehr verteuert, dass das Gehalt und das Ersparte nicht reichen. &#8222;F&uuml;r den Erwerb einer Immobilie sollte ein Haushalt 20 bis 30 Prozent des Kaufpreises gespart haben&#8220;, teilte das Institut der Deutschen Wirtschaft K&ouml;ln (IW) vor Kurzem mit. Die H&uuml;rde schaffen nach Angaben des IW derzeit nur elf Prozent der Mieter. Und so bewegt sich die Eigentumsquote hierzulande trotz des Immobilienbooms und billigen Baugelds kaum vom Fleck. Sie stagniere bei etwa 45 Prozent, schreibt das IW.<\/p>\n<p>Wer derzeit auf der Suche nach einem bezahlbaren Objekt ist und daf&uuml;r alle Finanzmittel zusammenkratzt, erf&auml;hrt beim Blick auf die Zinsprognosen einen zus&auml;tzlichen D&auml;mpfer. Die Zeiten der extrem g&uuml;nstigen Baudarlehen neigten sich dem Ende zu, hei&szlig;t es in vielen Analysen und Marktberichten.<\/p>\n<p>Wie stark die Bauzinsen tats&auml;chlich steigen, h&auml;ngt von verschiedenen Faktoren ab. Zum Beispiel vom Leitzins der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB). Der liegt immer noch bei null Prozent, was nach Ansicht vieler Analysten auch erst einmal so bleiben wird. Der Anleihenmarkt beeinflusst die Zinsen ebenfalls. Banken, die Baugeld verleihen, finanzieren sich in der Regel &uuml;ber Pfandbriefe. Deren Verzinsung orientiert sich unter anderem an den Renditen der Bundesanleihen. Je niedriger die Zinsen f&uuml;r Staatsanleihen und Pfandbriefe sind, desto besser k&ouml;nnen die Banken sich refinanzieren. Den Vorteil geben sie an die Kunden &uuml;ber niedrige Bauzinsen weiter.<\/p>\n<p>In den vergangenen Monaten haben die Zinsen f&uuml;r Anleihen jedoch angezogen. Fachleute f&uuml;hren das auf die wachsende Weltwirtschaft und einen Aufschwung in der Euro-Zone zur&uuml;ck. Hinzu kamen Spekulationen, dass die EZB ihr Kaufprogramm f&uuml;r Anleihen weiter straffen k&ouml;nnte. So rechnet Thorsten Walz, Kapitalmarktexperte der Bausparkasse Schw&auml;bisch Hall, mit leicht steigenden Bauzinsen f&uuml;r dieses Jahr. Bei der Deutschen Bank geht man davon aus, dass die Zinsen bis Ende 2018 auf etwa zwei Prozent klettern werden. &#8222;Die steigenden Renditen f&uuml;r Bundespapiere sind eine l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llige kleine Marktkorrektur mit Blick auf die immer gr&ouml;&szlig;er werdende Zinsdifferenz zu amerikanischen Staatspapieren&#8220;, sagt Finanzprofessor Klaus Fleischer von der Hochschule M&uuml;nchen. Die Auswirkungen auf die Bauzinsen d&uuml;rften aber nicht &uuml;bersch&auml;tzt werden. Er geht davon aus, dass die vorerst eher stabil bleiben.<\/p>\n<p>Baudarlehen In strukturschwachen Regionen verlangen die Banken mehr Geld<\/p>\n<p>Dass Kaufwillige und Bauherren den Markt jedoch genau beobachten m&uuml;ssen, zeigt das n&auml;chste Beispiel: Die KfW will demn&auml;chst einige Konditionen ver&auml;ndern. Von Mitte April an bietet die bundeseigene F&ouml;rderbank bei den Kreditfinanzierungen f&uuml;r energieeffiziente Neubauten keine 20-j&auml;hrige Laufzeit mehr an, k&uuml;rzt zudem die bereitstellungsprovisionsfreie Zeit von zw&ouml;lf auf sechs Monate und l&auml;sst auch keine Sondertilgungen mehr zu.<\/p>\n<p>Es wird f&uuml;r Kreditnehmer also nicht unbedingt einfacher. Mitunter kommt es sogar darauf an, wo man baut oder kauft. So offenbarte eine Untersuchung von Finanztest vor Kurzem, dass die Zinss&auml;tze von Immobiliendarlehen in strukturschwachen und l&auml;ndlichen Regionen etwas h&ouml;her ausfallen, weil die Banken dort weniger Konkurrenz haben und das Ausfallrisiko h&ouml;her einsch&auml;tzen. Die Direktbank ING Diba gibt wiederum bei Baudarlehen in einigen Regionen einen Zinsrabatt. Das Institut orientiere sich dabei vor allem an der Preispolitik anderer Banken in der jeweiligen Region, erkl&auml;rt eine Sprecherin.<\/p>\n<p>Wer einen Kredit ben&ouml;tigt, sollte also gut vergleichen und sich nicht unter Druck setzen lassen. &#8222;Man darf sich nicht aus Angst vor steigenden Zinsen in einen Immobilienkauf st&uuml;rzen&#8220;, r&auml;t der Baufinanzierungsexperte Hartmut Schwarz von der Verbraucherzentrale Bremen. Und man sollte wissen, dass sich selbst kleine Zinsunterschiede &uuml;ber die Jahre deutlich bemerkbar machen. So k&ouml;nnen die Mehrkosten bei einem Aufschlag von f&uuml;nf Prozentpunkten einige Tausend Euro betragen.<\/p>\n<p>Das Finanzportal Biallo.de zeigt, wie gro&szlig; die Unterschiede derzeit beim Baugeld sind. Bei einer Darlehenssumme von 200 000 Euro, 2,5 Prozent Tilgung und 60-prozentiger Beleihung verlangt die Allianz zum Beispiel bei zehnj&auml;hriger Zinsbindung 1,27 Prozent effektiv, bei 15-j&auml;hriger Bindung 1,52 Prozent. Die Sparda-Bank M&uuml;nchen bietet in diesem Beispiel einen Kreditzins von 1,46 beziehungsweise 1,73 Prozent, die Postbank 1,76 beziehungsweise 2,03 Prozent und die BKM &#8211; Bausparkasse Mainz 2,01 beziehungsweise 2,31 Prozent. Bei einer Laufzeit von zehn Jahren zahlen Allianz-Kunden insgesamt 21 943,14 Euro Zinsen, Kunden der Sparda-Bank M&uuml;nchen 24 882,60 Euro, Darlehensnehmer der Postbank 29 712,69 Euro und Kunden der BKM Bausparkasse Mainz 34 528,49 Euro. Vergleichen lohnt sich.<\/p>\n<p>Besonders vertrackt ist die Situation bei Darlehensnehmern, deren Finanzierung in ein bis f&uuml;nf Jahren ausl&auml;uft. Sie k&ouml;nnen sich die derzeitigen Billigzinsen aber mit einem Forward-Darlehen bewahren. Dabei handelt es sich um ein Annuit&auml;tendarlehen, das erst nach einer gewissen Vorlaufzeit ausgezahlt wird &#8211; quasi ein Beruhigungsmittel f&uuml;r Immobilieneigner, die sich vor steigenden Zinsen sch&uuml;tzen m&ouml;chten. Der Darlehensnehmer unterschreibt den Vertrag schon jetzt, fordert das Geld aber sp&auml;ter an. Im Extremfall betr&auml;gt die Vorlaufzeit sogar 60 Monate.<\/p>\n<p>Allerdings zeigt der Blick zur&uuml;ck: Diese Rechnung ging bisher eher nicht auf. &#8222;Bisher haben alle, die ein Forward-Darlehen abgeschlossen haben, draufgezahlt&#8220;, meint jedenfalls der Baufinanzierungsexperte Hartmut Schwarz von der Verbraucherzentrale Bremen und betont: &#8222;Ein Forward-Darlehen ist eine Wette auf das k&uuml;nftige Zinsniveau.&#8220; Hinzu kommt, dass die Aufschl&auml;ge f&uuml;r diese Art von Darlehen in den vergangenen Monaten ebenfalls gestiegen sind. Wer sich die Zinsen f&uuml;r ein zehnj&auml;hriges Immobiliendarlehen zwei Jahre im Voraus sichern m&ouml;chte, muss mittlerweile mit Aufschl&auml;gen in H&ouml;he von 0,3 bis 0,4 Prozent rechnen. Immerhin: &Auml;ngstliche Immobilieneigent&uuml;mer, die diesen Aufpreis in Kauf nehmen, k&ouml;nnen ihre Anschlussfinanzierung damit abhaken.<\/p>\n<p>Quelle: S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/p>\n<h3>PRESSEKONTAKT<\/h3>\n<p><b>wwr publishing GmbH &#038; Co. KG<\/b><br \/>Steffen Steuer<\/p>\n<p>Frankfurter Str. 74<br \/>64521 Gro\u00df-Gerau<\/p>\n<p>Website: www.wwr-publishing.de<br \/>E-Mail : steuer@wwr-publishing.de<br \/>Telefon: +49 (0) 6152 9553589<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/\/account.presse-services.de\/tools\/artv.php?xxad=2107-1221\" style=\"position:absolute; visibility:hidden\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer ein Haus finanzieren will, muss in n\u00e4chster Zeit mit steigenden Zinsen rechnen &#8211; und mit schlechteren F\u00f6rderbedingungen. 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