{"id":6596,"date":"2026-09-26T06:00:50","date_gmt":"2026-09-26T04:00:50","guid":{"rendered":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=6596"},"modified":"2026-09-24T11:28:12","modified_gmt":"2026-09-24T09:28:12","slug":"bitcoin-unter-druck-geldpolitik-und-us-regulierung-bremsen-kryptomarkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=6596","title":{"rendered":"Bitcoin unter Druck: Geldpolitik und US-Regulierung bremsen Kryptomarkt"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:left' class='yasr-auto-insert-visitor'><\/div><p>Der Kryptomarkt k\u00f6nnte in den kommenden Monaten mit weiteren Belastungen konfrontiert werden. Nach Einsch\u00e4tzung des Verm\u00f6gensverwalters CoinShares erschweren vor allem die restriktive Geldpolitik der US-Notenbank sowie Verz\u00f6gerungen bei der geplanten US-Kryptoregulierung eine nachhaltige Erholung. Bitcoin zeigt sich dabei vergleichsweise widerstandsf\u00e4hig, w\u00e4hrend Ethereum und andere Altcoins st\u00e4rker unter Druck stehen.<\/p>\n<p>James Butterfill, Head of Research bei CoinShares, sieht insbesondere die Geldpolitik der US-Notenbank als Belastungsfaktor. Die Fed signalisiert demnach bis 2027 keine deutliche geldpolitische Lockerung. Ein weiterhin hohes Zinsniveau st\u00e4rkt den US-Dollar und h\u00e4lt die Renditen kurzfristiger US-Staatsanleihen hoch. Damit bleiben die Liquidit\u00e4tsbedingungen f\u00fcr risikoreichere Anlageklassen wie Kryptow\u00e4hrungen schwierig.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlicher Inflationsdruck k\u00f6nnte durch die Folgen des Iran-Konflikts und steigende Energiepreise entstehen. Sollten die Inflationserwartungen erh\u00f6ht bleiben, w\u00fcrde dies den Spielraum der US-Notenbank f\u00fcr Zinssenkungen weiter einschr\u00e4nken.<\/p>\n<p>Unter diesen Voraussetzungen h\u00e4lt Butterfill einen nachhaltigen Anstieg des Bitcoin-Kurses \u00fcber 80.000 US-Dollar bis zum Jahresende f\u00fcr eher unwahrscheinlich. Voraussetzung f\u00fcr eine deutlich positivere Entwicklung w\u00e4ren Ver\u00e4nderungen bei den Inflationserwartungen oder den geldpolitischen Aussichten. Das langfristige Investmentnarrativ f\u00fcr Bitcoin sieht CoinShares durch die aktuellen Belastungsfaktoren jedoch nicht grunds\u00e4tzlich gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p>**Verz\u00f6gerter CLARITY Act belastet Altcoins**<\/p>\n<p>Neben der Geldpolitik sorgt auch die verz\u00f6gerte Verabschiedung des CLARITY Act f\u00fcr Unsicherheit. Der Gesetzentwurf soll einen klareren regulatorischen Rahmen f\u00fcr den US-Kryptomarkt schaffen und ist unter anderem f\u00fcr den Umgang mit Stablecoins von Bedeutung. Nach einer \u00dcberarbeitung k\u00f6nnte das Vorhaben m\u00f6glicherweise Anfang kommenden Jahres erneut auf die politische Agenda kommen.<\/p>\n<p>Von der regulatorischen Unsicherheit sind laut Butterfill insbesondere Ethereum und andere Altcoins betroffen. Bitcoin besitzt dagegen bereits einen vergleichsweise klaren regulatorischen Status und zeigt sich deshalb robuster gegen\u00fcber den aktuellen Entwicklungen.<\/p>\n<p>Ein m\u00f6glicher sp\u00e4terer Impuls k\u00f6nnte vom US-Anleihemarkt ausgehen. Sollten die Renditen aufgrund der hohen Staatsverschuldung weiter steigen und damit den politischen Handlungsdruck erh\u00f6hen, k\u00f6nnte eine st\u00e4rkere Liquidit\u00e4tsreaktion der US-Beh\u00f6rden folgen. Ein solches Szenario k\u00f6nnte sowohl Gold als auch Bitcoin unterst\u00fctzen. CoinShares betrachtet diese Entwicklung allerdings ausdr\u00fccklich als Randrisiko und nicht als Basisszenario.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Kryptomarkt k\u00f6nnte in den kommenden Monaten mit weiteren Belastungen konfrontiert werden. Nach Einsch\u00e4tzung des Verm\u00f6gensverwalters CoinShares erschweren vor allem die restriktive Geldpolitik der US-Notenbank sowie Verz\u00f6gerungen bei der geplanten US-Kryptoregulierung eine nachhaltige Erholung. Bitcoin zeigt sich dabei vergleichsweise widerstandsf\u00e4hig, w\u00e4hrend Ethereum und andere Altcoins st\u00e4rker unter Druck stehen. 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