{"id":6582,"date":"2026-09-16T16:57:53","date_gmt":"2026-09-16T14:57:53","guid":{"rendered":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=6582"},"modified":"2026-09-16T16:58:07","modified_gmt":"2026-09-16T14:58:07","slug":"repowering-rueckt-fuer-windenergie-investoren-staerker-in-den-fokus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=6582","title":{"rendered":"Repowering r\u00fcckt f\u00fcr Windenergie-Investoren st\u00e4rker in den Fokus"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:left' class='yasr-auto-insert-visitor'><\/div><p>Im Jahr 2025 gingen in Deutschland 279 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 1.548 Megawatt im Zuge von Repowering-Projekten neu ans Netz. Damit wurde der h\u00f6chste absolute Wert seit Beginn der Erfassung erreicht. Gleichzeitig ist rund die H\u00e4lfte der deutschen Windparks mindestens 15 Jahre alt, etwa 10.400 Anlagen haben bereits ein Alter von mehr als 20 Jahren erreicht.<\/p>\n<p>F\u00fcr institutionelle und semiprofessionelle Investoren verlagert sich der Fokus damit zunehmend von neuen Standorten auf der gr\u00fcnen Wiese hin zu bereits erschlossenen Energiefl\u00e4chen. Entscheidend ist dabei weniger das Alter der bestehenden Windenergieanlage als vielmehr die Frage, ob sich ein Standort wirtschaftlich und technisch f\u00fcr eine neue Anlagengeneration eignet. Thomas Hartauer, CEO des Bayerischen Asset Managers CAV Partners, sieht darin erhebliches Potenzial f\u00fcr Anleger.<\/p>\n<p>Der zentrale wirtschaftliche Hebel liegt in der technischen Entwicklung. \u00c4ltere Bestandsanlagen verf\u00fcgen im Durchschnitt \u00fcber eine Generatorleistung von 2,33 Megawatt. Die im Jahr 2025 neu errichteten Anlagen erreichen dagegen durchschnittlich 5,46 Megawatt.<\/p>\n<p>F\u00fcr Investoren ist nach Einsch\u00e4tzung Hartauers jedoch nicht allein die Nennleistung entscheidend, sondern insbesondere der tats\u00e4chlich erzielbare Stromertrag. Dieser kann durch gr\u00f6\u00dfere Rotoren und h\u00f6here Nabenh\u00f6hen \u00fcberproportional steigen, da moderne Anlagen dadurch mehr Volllaststunden erreichen.<\/p>\n<p>Der Bundesverband WindEnergie nennt hierf\u00fcr eine einfache Faustformel: Wird die Zahl der Windenergieanlagen an einem Standort halbiert, kann sich die installierte Leistung gleichzeitig verdoppeln und der Stromertrag verdreifachen.<\/p>\n<p>Ein weiterer Vorteil von Repowering-Projekten liegt in den bereits etablierten Standorten. Bestehende Fl\u00e4chenbeziehungen, vorhandene Infrastruktur, Netzanschlusspunkte sowie langj\u00e4hrige und belastbare Ertragsdaten k\u00f6nnen die Entwicklungsrisiken gegen\u00fcber vollst\u00e4ndig neuen Windenergieprojekten deutlich reduzieren.<\/p>\n<p>2025 wurden Repowering-Projekte in insgesamt zw\u00f6lf Bundesl\u00e4ndern umgesetzt. In absoluten Zahlen lag Niedersachsen mit 430 Megawatt an der Spitze. Es folgten Nordrhein-Westfalen mit 299 Megawatt und Sachsen-Anhalt mit 275 Megawatt.<\/p>\n<p>Gemessen am Anteil des Repowerings am jeweiligen Landeszubau zeigt sich jedoch ein anderes Bild. In Sachsen-Anhalt entfielen 83 Prozent des Windenergiezubaus auf Repowering-Projekte. Dahinter folgten Sachsen mit 59 Prozent und Rheinland-Pfalz mit 46 Prozent.<\/p>\n<p>Besonders gro\u00df ist das k\u00fcnftige Potenzial in Regionen mit vergleichsweise alten Windenergieanlagen. Sachsen verf\u00fcgt mit einem durchschnittlichen Anlagenalter von 20,8 Jahren \u00fcber den \u00e4ltesten Windenergiepark Deutschlands. Bis Ende 2029 verlieren dort rund 61 Prozent der installierten Leistung ihren bisherigen Verg\u00fctungsanspruch. In Sachsen-Anhalt betrifft dies mehr als die H\u00e4lfte der installierten Leistung.<\/p>\n<p>F\u00fcr die kommenden drei bis f\u00fcnf Jahre rechnet Hartauer deshalb mit einer deutlich zunehmenden Zahl von Repowering-Projekten. Eine pl\u00f6tzlich einsetzende Repowering-Welle erwartet er allerdings nicht. Vielmehr d\u00fcrfte sich die Modernisierung bestehender Windenergiestandorte schrittweise beschleunigen und damit auch f\u00fcr Investoren weiter an Bedeutung gewinnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jahr 2025 gingen in Deutschland 279 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 1.548 Megawatt im Zuge von Repowering-Projekten neu ans Netz. 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