{"id":6554,"date":"2026-07-08T06:00:01","date_gmt":"2026-07-08T04:00:01","guid":{"rendered":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=6554"},"modified":"2026-07-06T17:28:24","modified_gmt":"2026-07-06T15:28:24","slug":"studie-mehr-batteriespeicher-koennten-stromkosten-um-milliarden-senken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=6554","title":{"rendered":"Studie: Mehr Batteriespeicher k\u00f6nnten Stromkosten um Milliarden senken"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:left' class='yasr-auto-insert-visitor'><\/div><p>Ein schnellerer Ausbau von Batteriespeichern und mehr Flexibilit\u00e4t im deutschen Stromsystem k\u00f6nnten Verbraucher sowie den Bundeshaushalt j\u00e4hrlich um Milliardenbetr\u00e4ge entlasten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Fraunhofer-Institut f\u00fcr Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE, die im Auftrag des Bundesverband Erneuerbare Energie, des Bundesverband Solarwirtschaft und des Bundesverband WindEnergie erstellt wurde.<\/p>\n<p>Nach den Berechnungen h\u00e4tten zus\u00e4tzliche Batteriespeicher mit einer Leistung von 20 Gigawatt und einer Speicherdauer von vier Stunden im Zeitraum von Januar 2025 bis Ende Mai 2026 volkswirtschaftliche Einsparungen von rund 5,6 Milliarden Euro erm\u00f6glicht. Hochgerechnet auf ein Jahr entspricht dies einem Entlastungspotenzial von etwa 3,9 Milliarden Euro. Die Einsparungen w\u00fcrden unter anderem durch h\u00f6here Marktwerte erneuerbarer Energien, sinkende EEG-F\u00f6rderkosten, niedrigere Spotmarktpreise sowie einen verbesserten Stromkosten-Saldo im europ\u00e4ischen Energiehandel entstehen.<\/p>\n<p>Nach Ansicht von Ursula Heinen-Esser belegt die Untersuchung, dass Batteriespeicher sowohl Stromkunden als auch den Bundeshaushalt finanziell entlasten k\u00f6nnen. Sie fordert deshalb, den Ausbau von Speichern und weiteren Flexibilit\u00e4tsoptionen politisch deutlich zu beschleunigen.<\/p>\n<p>Mit dem wachsenden Anteil von Wind- und Solarenergie treten immer h\u00e4ufiger sogenannte Hellbrisen auf \u2013 Phasen, in denen sehr viel erneuerbarer Strom gleichzeitig eingespeist wird. Dies f\u00fchrt regelm\u00e4\u00dfig zu sehr niedrigen oder sogar negativen Strompreisen. Die Folgen sind sinkende Marktwerte f\u00fcr erneuerbare Energien, ein h\u00f6herer F\u00f6rderbedarf, steigende Finanzierungsrisiken f\u00fcr neue Anlagen sowie die zeitweise Abregelung oder der Export von Strom zu niedrigen Preisen. Zus\u00e4tzliche Batteriespeicher k\u00f6nnten diese Effekte deutlich abmildern und die Integration erneuerbarer Energien in das Stromsystem verbessern.<\/p>\n<p>F\u00fcr die kommenden Jahre sieht der Bundesverband Erneuerbare Energie daher weiteren Handlungsbedarf. Um die Ausbauziele der Bundesregierung von j\u00e4hrlich 20 Gigawatt Photovoltaik und 15 Gigawatt Windenergie effizient in das Stromnetz zu integrieren, sei ein deutlich st\u00e4rkerer Ausbau von Speichern notwendig. Der Verband fordert deshalb einen schnellen Abbau regulatorischer H\u00fcrden. Nach Einsch\u00e4tzung von Heinen-Esser ist das Interesse der Branche bereits gro\u00df \u2013 nun m\u00fcsse die Politik die Voraussetzungen schaffen, damit aus den zahlreichen Netzanschlussanfragen konkrete Speicherprojekte entstehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein schnellerer Ausbau von Batteriespeichern und mehr Flexibilit\u00e4t im deutschen Stromsystem k\u00f6nnten Verbraucher sowie den Bundeshaushalt j\u00e4hrlich um Milliardenbetr\u00e4ge entlasten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Fraunhofer-Institut f\u00fcr Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE, die im Auftrag des Bundesverband Erneuerbare Energie, des Bundesverband Solarwirtschaft und des Bundesverband WindEnergie erstellt wurde. 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