{"id":6550,"date":"2026-07-06T17:27:09","date_gmt":"2026-07-06T15:27:09","guid":{"rendered":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=6550"},"modified":"2026-07-06T17:27:24","modified_gmt":"2026-07-06T15:27:24","slug":"demografischer-wandel-altersgerechtes-wohnen-wird-zum-zentralen-zukunftsthema","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=6550","title":{"rendered":"Demografischer Wandel: Altersgerechtes Wohnen wird zum zentralen Zukunftsthema"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:left' class='yasr-auto-insert-visitor'><\/div><p>Der demografische Wandel ver\u00e4ndert den deutschen Wohnungsmarkt nachhaltig. Dabei zeigt sich, dass Wohnen im Alter kein einheitliches Marktsegment ist, sondern sehr unterschiedliche Wohn- und Betreuungsformen umfasst. Im Rahmen eines Webinars von Kingstone Real Estate diskutierten Experten die zuk\u00fcnftige Entwicklung von Bedarf, Angebot und Investitionsm\u00f6glichkeiten im Bereich altersgerechtes Wohnen.<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Erkenntnis, dass die gro\u00dfe Mehrheit \u00e4lterer Menschen weiterhin in ihrer bisherigen Wohnung lebt. Zwar stehen h\u00e4ufig Wohnformen wie Servicewohnen, betreutes Wohnen, Seniorenresidenzen, Mehrgenerationenh\u00e4user oder Pflegeheime im Fokus der \u00f6ffentlichen Debatte, tats\u00e4chlich wohnen jedoch rund 95 Prozent der Seniorinnen und Senioren weiterhin in ihrem vertrauten Wohnumfeld. Darauf wies G\u00fcnter Vornholz hin.<\/p>\n<p>Dieses sogenannte Remanenz-Prinzip pr\u00e4gt insbesondere den deutschen und niederl\u00e4ndischen Wohnungsmarkt. Viele \u00e4ltere Menschen m\u00f6chten ihre gewohnte Umgebung, ihr soziales Umfeld und ihre allt\u00e4glichen Routinen m\u00f6glichst lange beibehalten. Da der Neubau gemessen am gesamten Wohnungsbestand nur einen geringen Anteil ausmacht, gewinnt der altersgerechte Umbau bestehender Wohnungen zunehmend an Bedeutung. Ma\u00dfnahmen zur Barriere-Reduzierung k\u00f6nnen dazu beitragen, dass Seniorinnen und Senioren l\u00e4nger selbstst\u00e4ndig wohnen und notwendige Pflegeleistungen besser organisiert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Investoren und Bestandshalter ergeben sich daraus zwei zentrale Handlungsfelder. Einerseits m\u00fcssen neue Wohnangebote f\u00fcr unterschiedliche Alters- und Einkommensgruppen geschaffen werden. Andererseits sind praxisnahe L\u00f6sungen f\u00fcr den bestehenden Wohnungsbestand gefragt \u2013 etwa barrierearme Zug\u00e4nge, angepasste Grundrisse oder erg\u00e4nzende Dienstleistungen, die den Alltag \u00e4lterer Menschen erleichtern, ohne sie finanziell zu \u00fcberlasten.<\/p>\n<p>Aus Sicht von Maximilian Radert bleibt Wohnen im Alter ein langfristig wachsendes Investmentsegment. Gleichzeitig handelt es sich um einen kleinteiligen und stark regulierten Markt, dessen Entwicklung von regionalen Faktoren wie Kaufkraft, Pflegeangebot und Versorgungsstrukturen abh\u00e4ngt. Der steigende Bedarf bedeute daher nicht automatisch einen Massenmarkt. Vielmehr entsteht die Nachfrage aus sehr unterschiedlichen Lebenssituationen, Verm\u00f6gensverh\u00e4ltnissen und Pflegebedarfen. W\u00e4hrend die Mehrheit der \u00e4lteren Menschen auch k\u00fcnftig in klassischen Wohnungen leben wird, w\u00e4chst gleichzeitig der Bedarf an barrierearmen, serviceorientierten und pflegenahen Wohnangeboten \u2013 insbesondere f\u00fcr hochbetagte Seniorinnen und Senioren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der demografische Wandel ver\u00e4ndert den deutschen Wohnungsmarkt nachhaltig. Dabei zeigt sich, dass Wohnen im Alter kein einheitliches Marktsegment ist, sondern sehr unterschiedliche Wohn- und Betreuungsformen umfasst. 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