{"id":6548,"date":"2026-06-28T06:00:52","date_gmt":"2026-06-28T04:00:52","guid":{"rendered":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=6548"},"modified":"2026-06-19T11:06:02","modified_gmt":"2026-06-19T09:06:02","slug":"am-analyse-deutsche-haushalte-unterschaetzen-finanzielle-vorsorgerisiken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=6548","title":{"rendered":"A&amp;M-Analyse: Deutsche Haushalte untersch\u00e4tzen finanzielle Vorsorgerisiken"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:left' class='yasr-auto-insert-visitor'><\/div><p>Viele deutsche Haushalte sind gegen zentrale Lebensrisiken finanziell nicht ausreichend abgesichert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Beratungsunternehmens Alvarez &amp; Marsal. Besonders der Verlust der Arbeitskraft, aber auch Todesfall, Pflegebed\u00fcrftigkeit und Ruhestand k\u00f6nnen erhebliche Versorgungsl\u00fccken verursachen, die h\u00e4ufig untersch\u00e4tzt werden.<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt der Analyse steht ein haushaltszentrierter Ansatz. Statt formaler Leistungszusagen staatlicher Sicherungssysteme wurde untersucht, inwieweit ein Haushalt seine laufenden Ausgaben langfristig decken kann. Grundlage der Modellrechnung ist ein Vier-Personen-Haushalt mit einem Hauptverdiener.<\/p>\n<p>Die Auswertung zeigt, dass die Arbeitskraft eines 40-j\u00e4hrigen Hauptverdieners mit einem Jahreseinkommen von 90.000 Euro einen wirtschaftlichen Wert von rund 1,37 Millionen Euro besitzt. Gleichzeitig entstehen bei einem Ausfall der Erwerbsf\u00e4higkeit erhebliche finanzielle L\u00fccken.<\/p>\n<p>F\u00fcr Angestellte errechnet die Studie eine durchschnittliche monatliche Versorgungsl\u00fccke von rund 2.500 Euro. Bei Beamten liegt diese bei etwa 1.600 Euro. Angeh\u00f6rige verkammerter Berufe wie \u00c4rzte oder Rechtsanw\u00e4lte weisen mit teilweise mehr als 2.700 Euro monatlich sogar noch h\u00f6here Absicherungsl\u00fccken auf.<\/p>\n<p>Auch im Todesfall reicht die staatliche Hinterbliebenenversorgung nach Einsch\u00e4tzung von A&amp;M h\u00e4ufig nicht aus, um den bisherigen Lebensstandard einer Familie aufrechtzuerhalten. F\u00fcr einen typischen Vier-Personen-Haushalt ergibt sich ein zus\u00e4tzlicher Kapitalbedarf von rund 400.000 Euro, um die finanzielle Versorgung w\u00e4hrend der aktiven Familienphase sicherzustellen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus verweist die Analyse auf Defizite bei der Altersvorsorge. Selbst bei stabilen gesetzlichen Rentenleistungen verbleibt im Modellhaushalt eine monatliche Versorgungsl\u00fccke von etwa 580 Euro. Um diese dauerhaft auszugleichen, w\u00e4re zus\u00e4tzliches Vorsorgekapital von rund 210.000 Euro erforderlich.<\/p>\n<p>Besondere Risiken sieht die Untersuchung zudem im Pflegefall. Pflegebed\u00fcrftigkeit f\u00fchrt h\u00e4ufig zu einer doppelten finanziellen Belastung: Einerseits steigen die Kosten f\u00fcr Betreuung und Versorgung, andererseits k\u00f6nnen Einkommen wegfallen, wenn Angeh\u00f6rige ihre Erwerbst\u00e4tigkeit einschr\u00e4nken oder aufgeben m\u00fcssen. In bestimmten Szenarien k\u00f6nnen dadurch Versorgungsl\u00fccken von bis zu 4.000 Euro pro Monat entstehen.<\/p>\n<p>Die Analyse verdeutlicht damit, dass staatliche Leistungen in vielen F\u00e4llen nicht ausreichen, um finanzielle Risiken vollst\u00e4ndig abzufedern. Eine erg\u00e4nzende private Vorsorge gewinnt daher f\u00fcr viele Haushalte weiter an Bedeutung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele deutsche Haushalte sind gegen zentrale Lebensrisiken finanziell nicht ausreichend abgesichert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Beratungsunternehmens Alvarez &amp; Marsal. 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