{"id":6088,"date":"2025-04-12T06:00:03","date_gmt":"2025-04-12T04:00:03","guid":{"rendered":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=6088"},"modified":"2025-04-09T09:17:29","modified_gmt":"2025-04-09T07:17:29","slug":"us-banken-enteilen-weiter-europas-institute-verlieren-2024-erneut-an-boden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=6088","title":{"rendered":"US-Banken enteilen weiter \u2013 Europas Institute verlieren 2024 erneut an Boden"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:left' class='yasr-auto-insert-visitor'><\/div><p>Im Jahr 2024 zeigten sich bei den gr\u00f6\u00dften europ\u00e4ischen und US-amerikanischen Banken erneut deutliche Leistungsunterschiede. Laut einer aktuellen Analyse des Pr\u00fcfungs- und Beratungsunternehmens EY (Ernst &amp; Young) konnten die zehn gr\u00f6\u00dften US-Banken ihre Dominanz weiter ausbauen, w\u00e4hrend die f\u00fchrenden europ\u00e4ischen Institute beim Nettogewinn und der Profitabilit\u00e4t erneut zur\u00fcckfielen.<\/p>\n<p>Die europ\u00e4ischen Top-Banken erzielten im Jahr 2024 zusammengerechnet nur noch 85 Milliarden Euro Nettogewinn \u2013 ein R\u00fcckgang von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ihre amerikanischen Pendants hingegen steigerten ihren Gesamtgewinn um 24 Prozent auf beeindruckende 180 Milliarden Euro. Damit setzen die US-Institute ihre seit \u00fcber einem Jahrzehnt anhaltende Gewinn\u00fcberlegenheit fort.<\/p>\n<p>Auch bei der Eigenkapitalrendite (Return on Equity, RoE) zeigt sich ein \u00e4hnliches Bild: W\u00e4hrend die US-Banken ihren RoE auf 12,2 Prozent verbesserten (nach 11 Prozent im Vorjahr), fiel dieser Wert bei den europ\u00e4ischen Banken auf neun Prozent \u2013 ein R\u00fcckgang um 1,8 Prozentpunkte.<\/p>\n<p>Die Unterschiede traten ebenfalls beim operativen Ergebnis (EBT) deutlich zutage: Acht der zehn gr\u00f6\u00dften US-Banken erzielten 2024 ein Ergebnis vor Steuern von \u00fcber zehn Milliarden Euro. Insgesamt belief sich der kumulierte operative Gewinn auf 224 Milliarden Euro \u2013 ein Plus von 26 Prozent. In Europa schafften dies nur vier Institute, der Gesamtwert lag bei 120,5 Milliarden Euro. JPMorgan Chase stach mit einem EBT von 72,5 Milliarden Euro als Spitzenreiter in den USA hervor, w\u00e4hrend in Europa die HSBC mit 31,2 Milliarden Euro an der Spitze lag.<\/p>\n<p>EY-Experte Gunther Tillmann nennt drei Hauptfaktoren f\u00fcr den Aufschwung der US-Finanzh\u00e4user: deutlich gestiegene Zinseinnahmen, eine starke Expansion im Investmentbanking sowie h\u00f6here Ertr\u00e4ge aus dem Verm\u00f6gensverwaltungsgesch\u00e4ft. Auch ein striktes Kostenmanagement sowie eine dynamische M&amp;A-Aktivit\u00e4t und zahlreiche B\u00f6rseng\u00e4nge h\u00e4tten zum Wachstum beigetragen.<\/p>\n<p>Diese Entwicklung spiegelte sich auch in der Marktkapitalisierung wider: Die B\u00f6rsenwerte der US-Gro\u00dfbanken stiegen 2024 um 40 Prozent und erreichten zum Jahresende ein dreifaches Volumen im Vergleich zu ihren europ\u00e4ischen Konkurrenten. Erst Anfang 2025 begann sich diese Kluft etwas zu verringern: W\u00e4hrend europ\u00e4ische Banken bis April Kursgewinne von elf Prozent erzielten und eine Marktkapitalisierung von \u00fcber 693 Milliarden Euro erreichten, verloren US-Banken im selben Zeitraum 15 Prozent und standen bei rund 1,6 Billionen Euro.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jahr 2024 zeigten sich bei den gr\u00f6\u00dften europ\u00e4ischen und US-amerikanischen Banken erneut deutliche Leistungsunterschiede. Laut einer aktuellen Analyse des Pr\u00fcfungs- und Beratungsunternehmens EY (Ernst &amp; Young) konnten die zehn gr\u00f6\u00dften US-Banken ihre Dominanz weiter ausbauen, w\u00e4hrend die f\u00fchrenden europ\u00e4ischen Institute beim Nettogewinn und der Profitabilit\u00e4t erneut zur\u00fcckfielen. 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