{"id":6038,"date":"2025-02-26T06:00:24","date_gmt":"2025-02-26T05:00:24","guid":{"rendered":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=6038"},"modified":"2025-02-12T17:12:55","modified_gmt":"2025-02-12T16:12:55","slug":"wohnungsbau-in-europa-2025-tiefstand-seit-2015-hoffnungsschimmer-im-norden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=6038","title":{"rendered":"Wohnungsbau in Europa 2025: Tiefstand seit 2015 \u2013 Hoffnungsschimmer im Norden"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:left' class='yasr-auto-insert-visitor'><\/div><p>Laut aktuellen Prognosen des ifo Instituts und der Euroconstruct-Forschergruppe wird die Zahl der in Europa fertiggestellten Wohnungen im Jahr 2025 auf den niedrigsten Stand seit 2015 sinken. Mit voraussichtlich 1,5 Millionen neuen Wohneinheiten bedeutet dies einen R\u00fcckgang von 5,5 Prozent im Vergleich zu 2024. F\u00fcr 2026 zeichnet sich jedoch ein leichter Aufschwung ab, mit einem erwarteten Anstieg von 3,0 Prozent.<br \/>\nDeutschland: Wohnungsbau in der Krise<\/p>\n<p>Besonders kritisch ist die Situation in Deutschland. Hier k\u00f6nnte die Zahl der fertiggestellten Wohnungen 2026 im ung\u00fcnstigsten Fall auf 175.000 Einheiten fallen \u2013 ein R\u00fcckgang von 15 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr. Hohe Baukosten gelten als Hauptgrund f\u00fcr die anhaltende Schw\u00e4che des Wohnungsbaus. \u201eVor dem Hintergrund einer wachsenden Bev\u00f6lkerung ist diese Entwicklung besorgniserregend\u201c, warnt ifo-Bauexperte Ludwig Dorffmeister. W\u00e4hrend der Wohnungsbau in vielen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern wieder an Fahrt gewinnt, bleibt Deutschland ein Sorgenkind des europ\u00e4ischen Immobilienmarktes.<br \/>\nNordische L\u00e4nder und Polen als Lichtblicke<\/p>\n<p>Positive Signale kommen aus Nordeuropa und Polen:<\/p>\n<p>    Schweden erwartet bereits 2025 einen Anstieg des Wohnungsbaus um 12 Prozent.<br \/>\n    2026 sollen auch D\u00e4nemark (+28 %), Finnland (+23 %) und Norwegen (+13 %) kr\u00e4ftig zulegen.<br \/>\n    Polen verzeichnet ebenfalls ein Wachstum von 10 Prozent bis 2026.<\/p>\n<p>Diese L\u00e4nder profitieren von einer Kombination aus wirtschaftlicher Stabilisierung, staatlichen F\u00f6rderprogrammen und einer steigenden Nachfrage nach Wohnraum.<br \/>\nR\u00fcckg\u00e4nge in \u00d6sterreich, Frankreich und Italien<\/p>\n<p>In L\u00e4ndern wie \u00d6sterreich (\u20139 %), Frankreich und Italien (jeweils \u20133 %) ist der Wohnungsbau hingegen weiterhin r\u00fcckl\u00e4ufig. Hier wirken hohe Baukosten, strengere regulatorische Rahmenbedingungen und eine schwache Binnennachfrage bremsend.<br \/>\nTiefbau: Wachstum n\u00e4hert sich dem Zenit<\/p>\n<p>Der europ\u00e4ische Tiefbau zeigt sich stabiler als der Wohnungsbau. Getrieben von \u00f6ffentlichen Investitionen in Verkehrs- und Energieinfrastruktur wuchs der Sektor in den letzten Jahren kontinuierlich. Diese Dynamik k\u00f6nnte jedoch bis 2027 nachlassen: Das gesch\u00e4tzte Wachstum wird auf 1,5 Prozent pro Jahr sinken, nach durchschnittlich 2,5 Prozent zwischen 2017 und 2024.<\/p>\n<p>    Finanzielle Engp\u00e4sse in \u00f6ffentlichen Haushalten<br \/>\n    Arbeitskr\u00e4ftemangel<br \/>\n    Steigende Baukosten<\/p>\n<p>sind die Hauptbremsfaktoren f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Entwicklung.<br \/>\nFazit: Gro\u00dfe Herausforderungen, regionale Chancen<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der europ\u00e4ische Wohnungsbau 2025 einen Tiefpunkt erreicht, zeigen einzelne Regionen, dass eine Erholung m\u00f6glich ist. Besonders in Nordeuropa und Polen w\u00e4chst der Sektor wieder dynamisch. Deutschland hingegen steht vor der Herausforderung, den Wohnungsbau trotz hoher Kosten und b\u00fcrokratischer H\u00fcrden zu revitalisieren. Auch der Tiefbau steht vor einer Zeitenwende: Nach Jahren des Wachstums k\u00f6nnte der Zenit bald erreicht sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Laut aktuellen Prognosen des ifo Instituts und der Euroconstruct-Forschergruppe wird die Zahl der in Europa fertiggestellten Wohnungen im Jahr 2025 auf den niedrigsten Stand seit 2015 sinken. Mit voraussichtlich 1,5 Millionen neuen Wohneinheiten bedeutet dies einen R\u00fcckgang von 5,5 Prozent im Vergleich zu 2024. 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