{"id":6012,"date":"2025-01-12T06:00:59","date_gmt":"2025-01-12T05:00:59","guid":{"rendered":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=6012"},"modified":"2025-01-06T10:34:08","modified_gmt":"2025-01-06T09:34:08","slug":"deutscher-immobilienmarkt-2023-preise-fallen-mieten-steigen-wohnungsknappheit-bleibt-zentrale-herausforderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=6012","title":{"rendered":"Deutscher Immobilienmarkt 2023: Preise fallen, Mieten steigen \u2013 Wohnungsknappheit bleibt zentrale Herausforderung"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:left' class='yasr-auto-insert-visitor'><\/div><p>Im Jahr 2023 sind die Immobilienpreise in Deutschland erneut gesunken. Baugrundst\u00fccke, Eigenheime und Eigentumswohnungen waren in \u00fcber 150 St\u00e4dten durchschnittlich f\u00fcnf Prozent g\u00fcnstiger als im Vorjahr. Gleichzeitig stiegen die Mieten um durchschnittlich vier Prozent. Diese Entwicklungen dokumentiert eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts f\u00fcr Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), die von den \u00d6konomen Konstantin Kholodilin und Malte Rieth durchgef\u00fchrt wurde.<br \/>\nAuseinanderentwicklung von Kauf- und Mietm\u00e4rkten<\/p>\n<p>Seit der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB) 2022 die Leitzinsen stark angehoben hat, entwickeln sich Kauf- und Mietm\u00e4rkte auseinander. Trotz einer leichten Senkung der Zinsen bleibt die Finanzierung von Immobilien deutlich teurer als noch vor dem H\u00f6hepunkt der Preise im Jahr 2022. Das Kreditvolumen f\u00fcr Wohnungsbaukredite liegt weiterhin um mehr als 40 Prozent unter dem Stand von M\u00e4rz 2021. Dies f\u00fchrte 2023 zu einem historischen Einbruch der Immobilienkaufpreise \u2013 dem ersten R\u00fcckgang seit 2010.<\/p>\n<p>Besonders betroffen waren Einfamilienh\u00e4user, deren Preise im Durchschnitt um acht Prozent fielen. In den sogenannten A-St\u00e4dten wie Berlin oder M\u00fcnchen sanken die Preise f\u00fcr Wohnimmobilien und Bauland um bis zu 13 Prozent, bei Einfamilienh\u00e4usern in mittlerer Lage sogar um 16 Prozent. Die Mieten stiegen hingegen in allen Lagen, wobei die regionalen Unterschiede gering blieben.<br \/>\nWende am Immobilienmarkt: Preise steigen wieder<\/p>\n<p>Seit Mitte 2023 zeichnet sich eine Trendumkehr ab. Laut aktuellen OECD-Daten beginnen die Kaufpreise wieder zu steigen. Sinkende Kreditzinsen und eine leicht belebte Neukreditvergabe tragen dazu bei. Gleichzeitig bleibt das Angebot an Wohnraum begrenzt. Der Wohnungsbau verharrt auf einem Niveau von rund 300.000 Wohnungen pro Jahr, was weit unter dem tats\u00e4chlichen Bedarf liegt. Dies f\u00fchrt zu einem zunehmend angespannten Wohnungsmarkt, wie die historisch niedrigen Leerstandsquoten belegen. In Berlin liegt diese bei nur einem Prozent, deutschlandweit bei 2,5 Prozent.<br \/>\nWohnungsknappheit bleibt das Kernproblem<\/p>\n<p>Die r\u00fcckl\u00e4ufigen Preise k\u00f6nnen das grunds\u00e4tzliche Problem der Wohnungsknappheit nicht l\u00f6sen. \u201eDie neue Bundesregierung muss dringend Ma\u00dfnahmen ergreifen, um das Bauvolumen zu steigern\u201c, fordert Studienautor Malte Rieth. Dazu geh\u00f6ren unter anderem eine st\u00e4rkere \u00f6ffentliche Baut\u00e4tigkeit und die Vereinfachung von Verfahren und Vorschriften. Ohne entschlossenes Handeln drohen steigende Preise und eine weitere Versch\u00e4rfung des Wohnungsmarkts.<br \/>\nAusblick: Herausforderungen f\u00fcr 2024<\/p>\n<p>Die Prognosen f\u00fcr 2024 sind wenig optimistisch: Die realen Wohnungsbauinvestitionen k\u00f6nnten um vier Prozent sinken. Gleichzeitig sorgt das Bev\u00f6lkerungswachstum f\u00fcr eine steigende Nachfrage, die auf ein stagnierendes Angebot trifft. Der Wohnraum wird knapper, die Preise k\u00f6nnten sich erneut nach oben bewegen, und die Mieten d\u00fcrften weiter steigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jahr 2023 sind die Immobilienpreise in Deutschland erneut gesunken. Baugrundst\u00fccke, Eigenheime und Eigentumswohnungen waren in \u00fcber 150 St\u00e4dten durchschnittlich f\u00fcnf Prozent g\u00fcnstiger als im Vorjahr. Gleichzeitig stiegen die Mieten um durchschnittlich vier Prozent. 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