{"id":5796,"date":"2024-06-26T06:00:11","date_gmt":"2024-06-26T04:00:11","guid":{"rendered":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=5796"},"modified":"2024-06-25T17:12:58","modified_gmt":"2024-06-25T15:12:58","slug":"mehr-studentischer-wohnraum-wird-in-europaeischen-staedten-dringend-benoetigt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=5796","title":{"rendered":"Mehr studentischer Wohnraum wird in europ\u00e4ischen St\u00e4dten dringend ben\u00f6tigt"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:left' class='yasr-auto-insert-visitor'><\/div><p>In den gro\u00dfen St\u00e4dten Europas besteht ein erheblicher Mangel an Wohnraum f\u00fcr Studierende. Laut einer Untersuchung des Immobiliendienstleisters JLL, der 40 St\u00e4dte in 16 europ\u00e4ischen L\u00e4ndern analysiert hat, \u00fcbersteigt die Nachfrage nach Unterk\u00fcnften f\u00fcr Studenten bei weitem das vorhandene Angebot. Die durchschnittliche Versorgungsquote mit speziellem studentischem Wohnraum liegt in den untersuchten St\u00e4dten lediglich bei 14 Prozent, was bedeutet, dass 86 Prozent der Studierenden keine entsprechend auf ihre Bed\u00fcrfnisse zugeschnittene Unterkunft finden und stattdessen auf alternative Wohnformen wie Wohngemeinschaften oder den freien Wohnungsmarkt angewiesen sind.<\/p>\n<p>Um den aktuellen und zuk\u00fcnftigen Bedarf an studentischem Wohnraum zu decken, m\u00fcssten in ganz Europa etwa 450 Milliarden Euro investiert werden. Im Vergleich dazu beliefen sich die gewerblichen Investitionen im Jahr 2022 lediglich auf 13 Milliarden Euro. Besonders in Kontinentaleuropa besteht ein hohes Potenzial f\u00fcr Investitionen, da dort im Gegensatz zu Gro\u00dfbritannien in den letzten Jahren deutlich weniger Geld in studentisches Wohnen geflossen ist.<\/p>\n<p>JLL prognostiziert, dass bis zum Beginn des Semesters 2030\/31 die Anzahl der Studierenden in den wichtigsten europ\u00e4ischen M\u00e4rkten um etwa zehn Prozent auf 23,5 Millionen steigen wird, was einen zus\u00e4tzlichen Bedarf von zwei Millionen Betten bedeutet. Dies entspricht fast dem gesamten aktuellen Bestand von 2,2 Millionen Betten. Etwa 40 Prozent dieser Betten geh\u00f6ren privaten institutionellen Investoren, w\u00e4hrend die restlichen 60 Prozent \u00f6ffentlichen Einrichtungen geh\u00f6ren oder subventioniert werden und daher nur begrenzt f\u00fcr internationale Studierende oder einheimische Studierende mit bestimmten sozio\u00f6konomischen Merkmalen verf\u00fcgbar sind.<\/p>\n<p>Trotz eines Wachstums von rund 48.000 auf insgesamt etwa 700.000 Studentenwohnungen in den f\u00fcnf gr\u00f6\u00dften europ\u00e4ischen L\u00e4ndern Deutschland, Gro\u00dfbritannien, Frankreich, Italien und Spanien in den letzten zehn Jahren hat sich die Anzahl der Studierenden im gleichen Zeitraum um das F\u00fcnffache erh\u00f6ht. In den untersuchten St\u00e4dten besteht ein Defizit von insgesamt 1,2 Millionen Betten, das auch durch geplante und laufende Bauprojekte nur minimal reduziert werden kann.<\/p>\n<p>Die St\u00e4dte mit dem gr\u00f6\u00dften Mangel an studentischem Wohnraum in Europa sind Rom, Paris und Warschau. Unter den deutschen Metropolen belegen K\u00f6ln (Platz sieben), Berlin (Platz acht) und Hamburg (Platz zehn) einen Platz unter den Top Ten. London, Glasgow, Manchester und Bristol f\u00fchren das Ranking der St\u00e4dte mit der h\u00f6chsten Nachfrageentwicklung an, w\u00e4hrend Berlin und M\u00fcnchen als attraktive Standorte f\u00fcr Investitionen in Studentenwohnungen gelten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den gro\u00dfen St\u00e4dten Europas besteht ein erheblicher Mangel an Wohnraum f\u00fcr Studierende. Laut einer Untersuchung des Immobiliendienstleisters JLL, der 40 St\u00e4dte in 16 europ\u00e4ischen L\u00e4ndern analysiert hat, \u00fcbersteigt die Nachfrage nach Unterk\u00fcnften f\u00fcr Studenten bei weitem das vorhandene Angebot. 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