{"id":5483,"date":"2023-09-04T10:13:56","date_gmt":"2023-09-04T08:13:56","guid":{"rendered":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=5483"},"modified":"2023-09-04T10:14:06","modified_gmt":"2023-09-04T08:14:06","slug":"die-zinssaetze-bleiben-auf-einem-restriktiven-niveau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=5483","title":{"rendered":"Die Zinss\u00e4tze bleiben auf einem restriktiven Niveau"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:left' class='yasr-auto-insert-visitor'><\/div><p>Die makro\u00f6konomische Entwicklung wird im Rest des Jahres von Debatten und Unsicherheiten gepr\u00e4gt sein, w\u00e4hrend Jerome Powell, Pr\u00e4sident der Federal Reserve (FED), die T\u00fcr f\u00fcr eine weitere Straffung der Geldpolitik offenhalten wird. Dies ist die Ansicht von Mark Dowding, Chief Investment Officer bei RBC BlueBay Asset Management, in seinem aktuellen Marktkommentar.<\/p>\n<p>In der vergangenen Woche gingen die Renditen von Staatsanleihen zur\u00fcck, da es Anzeichen daf\u00fcr gab, dass die St\u00e4rke des Arbeitsmarktes nachlassen k\u00f6nnte. Der &#8222;Job Openings and Labor Turnover Survey-Index&#8220; verzeichnete im letzten Monat 8,8 Millionen unbesetzte Stellen, was deutlich unter dem Niveau von fast 12 Millionen zu Beginn des letzten Jahres lag. Dennoch liegt die Zahl der offenen Stellen immer noch deutlich \u00fcber dem Niveau vor der Pandemie und die w\u00f6chentlichen Daten zu den Antr\u00e4gen auf Arbeitslosenunterst\u00fctzung deuten vorerst nicht auf einen wesentlichen Abschwung auf dem Arbeitsmarkt hin.<\/p>\n<p>Sobald die Arbeitsmarktdaten aus dem Blickfeld verschwunden sind, wird sich das Augenmerk wieder auf die Inflationsdaten richten. Der Verbraucherpreisindex f\u00fcr Juli war nach einer Reihe entt\u00e4uschender Daten relativ freundlich. Dies lie\u00df die Hoffnung aufkommen, dass Fortschritte in Richtung des Zwei-Prozent-Ziels gemacht werden.<\/p>\n<p>Eine geldpolitische Pause auf der Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC) im September ist relativ wahrscheinlich, da die Zinss\u00e4tze bereits deutlich im restriktiven Bereich liegen. Dennoch gehen wir davon aus, dass US-Notenbank-Pr\u00e4sident Powell sich die T\u00fcr f\u00fcr eine weitere Straffung der Geldpolitik in den kommenden Monaten offenhalten wird. Auf jeden Fall werden die Prognosen f\u00fcr eine Zinssenkung im ersten Halbjahr 2024 weiter nach hinten verschoben.<\/p>\n<p>In der Eurozone haben die Inflationsdaten in dieser Woche leicht positiv \u00fcberrascht. Dies macht die EZB-Sitzung im September zu einer spannenden Angelegenheit. Die Daten f\u00fcr die Eurozone waren im Sommer insgesamt relativ schwach, und da sich die Geldpolitik nun in einem restriktiven Bereich befindet, gibt es allen Grund zu der Annahme, dass auch Christine Lagarde, die Pr\u00e4sidentin der Europ\u00e4ischen Zentralbank, auf der n\u00e4chsten Sitzung eine Pause einlegen will. Letztendlich werden die Daten dar\u00fcber entscheiden, ob eine weitere Anhebung auf vier Prozent notwendig ist. Allerdings rechne ich in den kommenden Monaten mit schw\u00e4cheren Daten zur Wirtschaftst\u00e4tigkeit und Inflation in der Eurozone, was darauf hindeutet, dass die EZB-Zinsen ihren H\u00f6hepunkt bereits erreicht haben.<\/p>\n<p>In der zweiten Augusth\u00e4lfte konnten die M\u00e4rkte f\u00fcr festverzinsliche Wertpapiere und Aktien einen Gro\u00dfteil ihrer Verluste vom Vormonat wieder wettmachen und auch die Volatilit\u00e4t ist zur\u00fcckgegangen. Mit der R\u00fcckkehr der Marktteilnehmer nach der Sommerpause wird es jedoch interessant sein zu sehen, ob diese ruhigen Bedingungen bis in den Herbst hinein anhalten k\u00f6nnen. Es mag vern\u00fcnftig klingen, bei Schw\u00e4che zuzukaufen und bei St\u00e4rke zu verkaufen, doch es bleibt faszinierend, dass die Marktteilnehmer ein so kurzes Ged\u00e4chtnis haben und sich in Selbstzufriedenheit wiegen k\u00f6nnen. Die Unsicherheiten und Debatten, die die makro\u00f6konomische Entwicklung in den kommenden Monaten pr\u00e4gen werden, sollten nicht untersch\u00e4tzt werden.<\/p>\n<p>Ein wichtiger Faktor, der die M\u00e4rkte beeinflussen wird, ist die Geldpolitik der Federal Reserve. Obwohl die St\u00e4rke des Arbeitsmarktes nachzulassen scheint, deutet nichts darauf hin, dass es zu einem wesentlichen Abschwung kommen wird. Dennoch wird die Entwicklung der Arbeitsmarktdaten genau beobachtet werden. Gleichzeitig werden die Inflationsdaten weiterhin im Fokus stehen. Der Verbraucherpreisindex f\u00fcr Juli war relativ freundlich, was Hoffnung auf Fortschritte in Richtung des Zwei-Prozent-Ziels macht. Eine geldpolitische Pause im September ist wahrscheinlich, aber eine weitere Straffung der Geldpolitik in den kommenden Monaten ist nicht ausgeschlossen.<\/p>\n<p>Auch in der Eurozone gibt es Unsicherheiten. Die Inflationsdaten haben leicht positiv \u00fcberrascht, aber insgesamt waren die Daten zur Wirtschaftst\u00e4tigkeit und Inflation schwach. Es wird erwartet, dass die Europ\u00e4ische Zentralbank eine Pause in ihrer Geldpolitik einlegen wird, aber letztendlich werden die Daten dar\u00fcber entscheiden, ob weitere Anhebungen notwendig sind. Es wird erwartet, dass die Wirtschaftst\u00e4tigkeit und Inflation in den kommenden Monaten schw\u00e4cher sein werden, was darauf hindeutet, dass die EZB-Zinsen ihren H\u00f6hepunkt bereits erreicht haben.<\/p>\n<p>Die M\u00e4rkte f\u00fcr festverzinsliche Wertpapiere und Aktien haben in der zweiten Augusth\u00e4lfte einen Teil ihrer Verluste vom Vormonat wieder wettgemacht und die Volatilit\u00e4t ist zur\u00fcckgegangen. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob diese ruhigen Bedingungen bis in den Herbst hinein anhalten k\u00f6nnen. Die Marktteilnehmer sollten nicht vergessen, dass die Unsicherheiten und Debatten weiterhin pr\u00e4sent sind und dass es vern\u00fcnftig ist, bei Schw\u00e4che zuzukaufen und bei St\u00e4rke zu verkaufen. Es ist wichtig, ein langes Ged\u00e4chtnis zu haben und sich nicht in Selbstzufriedenheit zu wiegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die makro\u00f6konomische Entwicklung wird im Rest des Jahres von Debatten und Unsicherheiten gepr\u00e4gt sein, w\u00e4hrend Jerome Powell, Pr\u00e4sident der Federal Reserve (FED), die T\u00fcr f\u00fcr eine weitere Straffung der Geldpolitik offenhalten wird. Dies ist die Ansicht von Mark Dowding, Chief Investment Officer bei RBC BlueBay Asset Management, in seinem aktuellen Marktkommentar. 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