{"id":5363,"date":"2022-11-26T05:30:29","date_gmt":"2022-11-26T04:30:29","guid":{"rendered":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=5363"},"modified":"2022-11-28T11:54:34","modified_gmt":"2022-11-28T10:54:34","slug":"colliers-veroeffentlicht-erste-umfassende-analyse-des-agrarmarktes-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=5363","title":{"rendered":"Colliers ver\u00f6ffentlicht erste umfassende Analyse des Agrarmarktes in Deutschland"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:left' class='yasr-auto-insert-visitor'><\/div><p><strong>Das Transaktionsvolumen f\u00fcr Acker- und Gr\u00fcnland lag im Jahr 2020 bei rund 2,8 Milliarden Euro, die verkaufte Fl\u00e4che bei 96.890 Hektar. Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei 32.000 Euro pro Hektar f\u00fcr Ackerland und 22.000 Euro f\u00fcr Gr\u00fcnland. Das sind die zentralen Ergebnisse des neuen Agrar-Marktberichtes des Immobilienberatungsunternehmens Colliers.<\/strong><\/p>\n<p>Eckbrecht von Grone, Co-Head Land &amp; Forst bei Colliers, kommentiert: \u201eDas Transaktionsvolumen wie auch die Preise sind in Deutschland regional sehr unterschiedlich. Das Spektrum reicht von 11.000 Euro pro Hektar f\u00fcr schwache B\u00f6den in der Lausitz \u00fcber 30.000 Euro pro Hektar f\u00fcr Ackerland mittlerer G\u00fcte in Mecklenburg-Vorpommern bis \u00fcber 100.000 Euro pro Hektar Ackerland in Bayern oder am Niederrhein. Diese Preisunterschiede sind nicht immer \u00f6konomisch begr\u00fcndbar. Das liegt auch daran, dass der Markt sehr kleinteilig ist. Die durchschnittlich gehandelte Fl\u00e4che pro Transaktion betrug lediglich 2,1 Hektar bei Acker und 1,1 Hektar bei Gr\u00fcnland.\u201c<\/p>\n<p>Der Anteil der \u00f6kologischen Agrarbetriebe hat sich in den vergangenen zehn Jahren von 7,5 Prozent auf 14 Prozent fast verdoppelt. Die \u00f6kologisch bewirtschaftete Fl\u00e4che in Deutschland stieg im gleichen Zeitraum um 70 Prozent auf 1,7 Millionen Hektar. Dies entspricht rund einem Zehntel der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfl\u00e4che und ordnet Deutschland im europ\u00e4ischen Mittelfeld ein. Spitzenreiter im Anteil \u00f6kologischer Anbaufl\u00e4che sind in Europa Estland (22 Prozent), Schweden (20 Prozent) und die Schweiz (17 Prozent). \u201eDie Ertr\u00e4ge in der \u00d6ko-Landwirtschaft liegen im Schnitt immer noch circa 50 Prozent unter dem Niveau der konventionell wirtschaftenden Betriebe\u201c, so von Grone.<\/p>\n<p>Rund 16,7 Millionen Hektar werden in Deutschland landwirtschaftlich genutzt. Damit liegt Deutschland hinter Frankreich (29 Millionen Hektar) und Spanien (24,4 Millionen Hektar) trotz vergleichbarer Gesamtfl\u00e4che auf dem dritten Platz in Europa. Rund 60 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfl\u00e4che in Deutschland waren 2020 gepachtet. Die gesamten Pachtausgaben beliefen sich 2020 auf circa 3,3 Milliarden Euro. Die Pachtpreise liegen aktuell im Schnitt bei circa 375 Euro pro Hektar Ackerland und bei 198 Euro pro Hektar Gr\u00fcnland.<\/p>\n<p>Im EU-Vergleich ist die Landwirtschaft in Deutschland eher gro\u00df strukturiert. Zwar bewirtschaften nur 0,5 Prozent der knapp 260.000 Betriebe in Deutschland \u00fcber 1.000 Hektar Fl\u00e4che, jedoch liegt die durchschnittliche Betriebsgr\u00f6\u00dfe mit knapp 61 Hektar weit \u00fcber dem EU-Durchschnitt von nur circa 15,6 Hektar pro Betrieb.<\/p>\n<p>\u201eDie Landwirtschaft bildet die Grundlage der Lebensmittelsicherheit. Zudem sichert sie Investitionswerte durch regelm\u00e4\u00dfige Ertr\u00e4ge und durch eine im Vergleich zu Aktien deutlich niedrigere Renditevolatilit\u00e4t, die aus der best\u00e4ndigen Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten herr\u00fchrt. M\u00f6glich sind nachhaltige operative Renditen von zwei bis f\u00fcnf Prozent im konventionellen Ackerbau. Der t\u00e4gliche Fl\u00e4chenverbrauch in Deutschland von \u00fcber 50 Hektar f\u00fcr Siedlungs- und Industriefl\u00e4chen f\u00fchrt zu einer weiteren Verknappung des Fl\u00e4chenangebots und zu steigenden Grundst\u00fcckspreisen. Investitionen in Deutschland sch\u00fctzen vor inflationsbedingten Verlusten und bieten Anlegern somit gut planbare und langfristig abgesicherte Ertr\u00e4ge\u201c, so Nils von Schmidt, Co-Head Land &amp; Forst bei Colliers, abschlie\u00dfend.\u00a0<em>(DFPA\/JF1)<\/em><\/p>\n<p><em>Die Colliers International Deutschland GmbH ist ein Immobilienberatungsunternehmen und an den Standorten Berlin, D\u00fcsseldorf, Frankfurt, Hamburg, K\u00f6ln, Leipzig, M\u00fcnchen, N\u00fcrnberg, Stuttgart und Wiesbaden vertreten.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.colliers.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">www.colliers.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Transaktionsvolumen f\u00fcr Acker- und Gr\u00fcnland lag im Jahr 2020 bei rund 2,8 Milliarden Euro, die verkaufte Fl\u00e4che bei 96.890 Hektar. Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei 32.000 Euro pro Hektar f\u00fcr Ackerland und 22.000 Euro f\u00fcr Gr\u00fcnland. 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