{"id":5206,"date":"2022-08-27T05:30:10","date_gmt":"2022-08-27T03:30:10","guid":{"rendered":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=5206"},"modified":"2022-08-29T10:45:06","modified_gmt":"2022-08-29T08:45:06","slug":"deloitte-property-index-2022-wohnimmobilienpreise-zweistellig-gestiegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=5206","title":{"rendered":"Deloitte Property Index 2022: Wohnimmobilienpreise zweistellig gestiegen"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:left' class='yasr-auto-insert-visitor'><\/div><p><strong>Das Wohnen wird zunehmend teuer &#8211; ob zur Miete oder im Eigenheim. Das geht aus der aktuellen Auflage des Property Index von Deloitte hervor, f\u00fcr den Daten aus 23 europ\u00e4ischen L\u00e4ndern und 68 ausgew\u00e4hlten Gro\u00dfst\u00e4dten analysiert wurden.<\/strong><\/p>\n<p>Laut Deloitte hat neben den Folgen der Corona-Pandemie hat auch der Ukraine-Krieg starke Auswirkungen auf die Wohnimmobilienm\u00e4rkte<strong>.<\/strong>\u00a0Da sich viele europ\u00e4ische L\u00e4nder, insbesondere in Ost-Europa, mit den Gefl\u00fcchteten solidarisch zeigten, waren die Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt vor allem in den direkten Nachbarl\u00e4ndern der Ukraine deutlich zu sp\u00fcren. F\u00fcr das zweite Quartal 2022 sank das Angebot entsprechend auf den Mietm\u00e4rkten, da viele zur Vermietung angebotene Wohnungen zur Unterbringung von ukrainischen Fl\u00fcchtlingsfamilien genutzt werden.<\/p>\n<p>\u201eInsgesamt zeichnet sich der Wohnungsmarkt in Deutschland durch seine Heterogenit\u00e4t mit seiner multizentrischen und f\u00f6deralen Struktur aus\u201c, so Michael M\u00fcller, Partner und Real Estate Leader bei Deloitte. \u201eDies zeigt sich in den St\u00e4dten und Metropolregionen, die zum Gro\u00dfteil sehr hochpreisig sind und im Kontrast zu erschwinglicheren peripheren Teilen des Landes stehen.\u201c<\/p>\n<p>Besonders stark war dieser Effekt in den untersuchten St\u00e4dten zu beobachten, wo der Preisanstieg bei den Angebotspreisen von Wohnimmobilien zweistellig ausfiel. Die Immobilienpreise in M\u00fcnchen haben einen Quadratmeterpreis von 10.500 Euro erreicht und liegen somit fast 130 Prozent \u00fcber dem Bundesdurchschnitt, gefolgt von Frankfurt (plus 82 Prozent), Hamburg (plus 50 Prozent) und Berlin (plus 41 Prozent). Am st\u00e4rksten stiegen die Kaufpreise dabei in Frankfurt (plus 16,7 Prozent), gefolgt von Hamburg (plus 13,1 Prozent) und M\u00fcnchen (plus 11,7 Prozent).<\/p>\n<p>Mit einem durchschnittlichen Preisanstieg von elf Prozent bei neuen Kaufimmobilien gegen\u00fcber dem Vorjahr ist aktuell ein neuer H\u00f6chststand in Deutschland erreicht. Zugleich bleibt die Neubaut\u00e4tigkeit in Deutschland \u2013 bezogen auf die Einwohnerzahl \u2013 wie in den Jahren zuvor hinter der anderer EU-Staaten zur\u00fcck. Die Situation d\u00fcrfte sich hierzulande durch den Zuzug aus dem Kriegsgebiet im laufenden Jahr noch weiter versch\u00e4rfen.<\/p>\n<p>Der steigende Trend ist sowohl bei den Miet- als auch Kaufpreisen zu beobachten: So liegt Deutschland inzwischen mit einem durchschnittlichen Angebotspreis von 4.600 Euro pro Quadratmeter f\u00fcr neue Wohnimmobilien innerhalb Europas auf dem vierten Rang, dicht gefolgt von den Niederlanden und hinter den Spitzenreitern Gro\u00dfbritannien, \u00d6sterreich und Frankreich.<\/p>\n<p>Auch das Mietniveau stieg in Deutschland nochmals an &#8211; drei deutsche St\u00e4dte finden sich in den Top 20 der teuersten europ\u00e4ischen St\u00e4dte, bezogen auf das durchschnittliche Mietniveau. Angef\u00fchrt wird das Ranking der deutschen St\u00e4dte von M\u00fcnchen (18,90 Euro pro Quadratmeter) auf Platz zehn, gefolgt von Frankfurt (15,90 Euro pro Quadratmeter), Berlin (14,30 Euro pro Quadratmeter), sowie Hamburg (13,60 Euro pro Quadratmeter).<\/p>\n<p>Die Erschwinglichkeit von Wohneigentum bleibt ein zentrales Thema in allen untersuchten M\u00e4rkten: Diese hat sich nur in wenigen L\u00e4ndern verbessert und wird auf absehbare Zeit europaweit eine gro\u00dfe Herausforderung f\u00fcr Staat, Politik und Gesellschaft bleiben. So hat sich die Erschwinglichkeit von Wohnimmobilien in Deutschland um rund ein halbes Jahresgehalt im Vergleich zum Vorjahr verteuert und liegt nun bei 6,5 Bruttojahresgeh\u00e4ltern.<\/p>\n<p>\u201eDie bis vor kurzem noch historisch niedrigen Zinsen haben in den vergangenen Jahren eine regelrechte Flucht ins \u201aBetongold\u2018 ausgel\u00f6st und Preise sowie Mieten ansteigen lassen. In 2022 hat sich die prek\u00e4re Situation auf dem Wohnungsmarkt unter anderem durch den Krieg in der Ukraine und die daraus resultierenden Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6me weiter versch\u00e4rft\u201c, sagt M\u00fcller. \u201eUm die Situation in den Griff zu kriegen, muss in Deutschland dringend neuer und bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden \u2013 viel neuer Wohnraum! Andernfalls laufen wir Gefahr, dass sich die Spirale aus Wohnraummangel und Preisanstieg immer weiterdreht.\u201c\u00a0<em>(DFPA\/JF1)<\/em><\/p>\n<p><em>Deloitte Touche Tohmatsu Limited (DTTL) ist die Dachgesellschaft eines weltweiten Netzwerks rechtlich selbstst\u00e4ndiger und unabh\u00e4ngiger Unternehmen in den Bereichen Wirtschaftspr\u00fcfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate-Finance-Beratung. Der Deloitte-Verbund hat Mitgliedsunternehmen in mehr als 150 L\u00e4ndern, die zusammen mehr als 345.000 Mitarbeiter besch\u00e4ftigen,<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.deloitte.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">www.deloitte.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Wohnen wird zunehmend teuer &#8211; ob zur Miete oder im Eigenheim. Das geht aus der aktuellen Auflage des Property Index von Deloitte hervor, f\u00fcr den Daten aus 23 europ\u00e4ischen L\u00e4ndern und 68 ausgew\u00e4hlten Gro\u00dfst\u00e4dten analysiert wurden. 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