{"id":5092,"date":"2022-06-24T05:30:17","date_gmt":"2022-06-24T03:30:17","guid":{"rendered":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=5092"},"modified":"2022-06-23T15:04:47","modified_gmt":"2022-06-23T13:04:47","slug":"jugendstudie-investieren-ist-das-neue-sparen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=5092","title":{"rendered":"Jugendstudie: Investieren ist das neue Sparen"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:left' class='yasr-auto-insert-visitor'><\/div><p><strong>So viele junge Erwachsene wie nie zuvor sparen mit Aktien und Fonds f\u00fcr ihre Altersvorsorge. Das zeigt die Jugendstudie des Versorgungswerkes Metallrente. Investierten 2016 noch 16 Prozent der 17- bis 27-J\u00e4hrigen in Kapitalmarktprodukte, sind es heute 50 Prozent, die aktien- und fondsbasiert f\u00fcr ihre Rente sparen \u2013 zum Beispiel mit einem ETF-Sparplan oder mit einem Pensionsfonds im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung.<\/strong><\/p>\n<p>Von den jungen M\u00e4nnern sorgen bereits fast zwei Drittel (62 Prozent) auch mit Aktien und Fonds vor. Bei den jungen Frauen liegt der Anteil derzeit bei 34 Prozent \u2013 aber auch dort sind es heute fast doppelt so viele wie noch 2019. Andere Sparformen wie Festgeld (49 Prozent), Bausparvertr\u00e4ge (38 Prozent) und vor allem Riester-Rentenvertr\u00e4ge (22 Prozent) verlieren in der anhaltenden Niedrigzinsphase zunehmend an Attraktivit\u00e4t. Einzig die betriebliche Altersversorgung bleibt in der Beliebtheit der jungen Menschen stabil. Etwas mehr als ein Drittel (37 Prozent) sorgt betrieblich f\u00fcrs Alter vor.<\/p>\n<p>\u201eBei den niedrigen Zinsen lohnt private Altersvorsorge eher mit Aktien.\u201c Dieser Aussage stimmen heute 56 Prozent der jungen Erwachsenen zu. 2016 waren es nur 22 Prozent. 57 Prozent w\u00fcrden bei der Wahl der Altersvorsorge auf eine garantierte feste Verzinsung verzichten, wenn sie daf\u00fcr die Chance auf eine deutlich h\u00f6here Rendite h\u00e4tten. Feste Zinsen und garantierte Rentenh\u00f6hen w\u00fcrden aktuell nur noch 43 Prozent pr\u00e4ferieren. Studienherausgeber Heribert Karch erl\u00e4utert: \u201eDas unterstreicht den realistischen Blick der jungen Generation auf die aktuellen Gegebenheiten des Marktes. In der Niedrigzinsphase haben junge Menschen die Chancen von Investitionen in Sachwerte erkannt. Sie gehen auch Risiken an den Kapitalm\u00e4rkten ein, um die Chance auf eine h\u00f6here Rendite zu haben. Sparformen mit niedrigen Garantiezinsen sind f\u00fcr junge Menschen zunehmend unattraktiv, da sich damit trotz langfristigem Sparen keine ausreichende Altersvorsorge mehr aufbauen l\u00e4sst\u201c, betont Karch, warnt aber zugleich: \u201eAktiensparen mit ETF und Co. allein ist keine ausreichende Altersvorsorge, denn die muss auch dann noch funktionieren, wenn die M\u00e4rkte einmal runtergehen oder gar in sich zusammenbrechen, und das k\u00f6nnen diese Aktienmodelle nicht leisten. Verl\u00e4sslicher ist das Vorsorgesparen in kollektiven Systemen zum Beispiel mit einem Pensionsfonds in der betrieblichen Altersversorgung. Auch hier profitiert man von den Chancen der Kapitalm\u00e4rkte, aber mit erheblich geringerem Risiko \u2013 zudem mit staatlicher F\u00f6rderung, Arbeitgeberzuschuss und tarifvertraglichen Leistungen.\u201c<\/p>\n<p>Wenn sich junge Erwachsene bei der Kapitalanlage f\u00fcr ihre Altersvorsorge zwischen Nachhaltigkeit und Rendite entscheiden m\u00fcssten, \u00fcberwiegt f\u00fcr 30 Prozent klar eine hohe Rendite. Nur f\u00fcr 19 Prozent stehen Nachhaltigkeitsaspekte an erster Stelle. Auf die gr\u00f6\u00dfte Zustimmung bei den 17- bis 27-J\u00e4hrigen treffen Angebote, die soziale und \u00f6kologische Kriterien in der Kapitalanlage ber\u00fccksichtigen und gleichzeitig eine hohe Rendite erzielen. Ein solches Angebot w\u00fcrden 41 Prozent bevorzugen. Dazu passen auch die Ergebnisse zur Frage, welche Anforderungen junge Menschen an ein ideales Altersvorsorgeprodukt stellen: F\u00fcr jeweils 94 Prozent stehen Rendite und Sicherheit an erster Stelle. Ebenfalls sehr wichtig sind ihnen Flexibilit\u00e4t, also die M\u00f6glichkeit, Beitr\u00e4ge jederzeit flexibel anpassen zu k\u00f6nnen (91 Prozent), und die Verst\u00e4ndlichkeit der bereitgestellten Informationen (90 Prozent). Wer effektiv f\u00fcrs Alter vorsorgen will, brauche Finanzwissen. Doch gerade daran mangele es vielen jungen Erwachsenen. Aktuell sagen 62 Prozent, dass sie sich in finanziellen Dingen \u201esehr gut\u201c oder \u201egut\u201c auskennen. Anders sieht es in der Frage der Altersvorsorge aus: 2022 meinen nur 31 Prozent, dass sie bei diesem Thema \u00fcber einen \u201esehr guten\u201c oder \u201eguten\u201c Wissensstand verf\u00fcgen. (<em>DFPA\/mb1<\/em>)<\/p>\n<p><em>Die MetallRente GmbH wurde 2001 als gemeinsame Einrichtung der Sozialpartner Gesamtmetall und IG Metall gegr\u00fcndet. Das Versorgungswerk stellt Angebote f\u00fcr die betriebliche und private zus\u00e4tzliche Altersvorsorge sowie die Absicherung von Berufsunf\u00e4higkeit, Erwerbsminderung und Hinterbliebenen bereit.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.metallrente.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">www.metallrente.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So viele junge Erwachsene wie nie zuvor sparen mit Aktien und Fonds f\u00fcr ihre Altersvorsorge. Das zeigt die Jugendstudie des Versorgungswerkes Metallrente. 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