{"id":428,"date":"2018-01-26T05:33:27","date_gmt":"2018-01-26T04:33:27","guid":{"rendered":"http:\/\/dresdentipps.de\/?p=428"},"modified":"2018-01-26T05:33:27","modified_gmt":"2018-01-26T04:33:27","slug":"wie-viel-immobilie-kann-ich-mir-leisten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=428","title":{"rendered":"Wie viel Immobilie kann ich mir leisten?"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:left' class='yasr-auto-insert-visitor'><\/div><p>Manche Menschen haben verdammt hohe Anspr&uuml;che an sich selbst &ndash; nicht nur im Job, sondern auch privat. In Ma&szlig;en hilft das, den Alltag zu meistern. Wenn aber zu viele Baustellen zusammenkommen, wird es schwierig f&uuml;r den Perfektionisten.<\/p>\n<p>K&ouml;nnen wir uns das finanziell leisten oder nicht? Diese Frage stellen sich viele, die eine Immobilie bauen oder erwerben und daf&uuml;r ein Darlehen aufnehmen wollen. Bevor sie einen Termin bei einer Bank vereinbaren, sollten Immobilienbesitzer in spe zu Hause erst einmal ihre Kreditf&auml;higkeit berechnen. &#8222;Empfehlenswert ist, feste Einnahmen und regelm&auml;&szlig;ige Ausgaben detailliert aufzulisten und zu schauen, was unter dem Strich &uuml;brig bleibt&#8220;, sagt Max Herbst von der FMH-Finanzberatung in Frankfurt am Main.<\/p>\n<p>Zu den Einnahmen z&auml;hlen Nettoeinkommen, Kapitalertr&auml;ge sowie sonstige Einnahmen wie Kindergeld. Zu den regelm&auml;&szlig;igen Ausgaben geh&ouml;ren Miete, Lebenshaltungskosten und Fahrtkosten. Aber auch gelegentliche Ausgaben wie Versicherungen, Beitr&auml;ge etwa f&uuml;r den Sportverein und Urlaub m&uuml;ssen vermerkt werden.<\/p>\n<h2>Nicht mit jedem Euro f&uuml;rs Eigenheim planen<\/h2>\n<p>Aus der Differenz zwischen der Summe der Einnahmen und der Ausgaben ergibt sich der Betrag, der rein theoretisch in die Finanzierung gesteckt werden kann. Allerdings sollte nicht jeder freie Euro ins Eigenheim investiert werden. F&uuml;r unvorhersehbare Ausgaben wie einen defekten K&uuml;hlschrank muss ein Geldpuffer da sein.<\/p>\n<p>&#8222;Das 13. Gehalt oder Pr&auml;mien, die eventuell auch mal ausbleiben k&ouml;nnen, sollten nicht zu den festen Einnahmen hinzugerechnet werden&#8220;, r&auml;t J&ouml;rg Sahr von der Stiftung Warentest in Berlin. Kommt es zur Zahlung, sollte das Geld besser f&uuml;r Sondertilgungen beim Kredit genutzt werden &#8211; oder eben f&uuml;r unvorhersehbare Ausgaben.<\/p>\n<p>Geldinstitute arbeiten oft mit der Faustregel, dass die Kreditrate einschlie&szlig;lich der Unterhaltungskosten maximal 40 bis 45 Prozent des Nettoeinkommens ausmachen darf. &#8222;Das ist aber nur ein Durchschnittswert, der keinesfalls die individuelle Berechnung ersetzt&#8220;, betont Ralf Scherfling von der Verbraucherzentrale NRW in D&uuml;sseldorf. Er empfiehlt, fr&uuml;hzeitig den Aufbau einer Instandhaltungsr&uuml;cklage f&uuml;r zuk&uuml;nftige Sanierungen oder Modernisierungen einzuplanen.<\/p>\n<p>&#8222;Ebenfalls bei der Kreditplanung m&uuml;ssen m&ouml;gliche Ausfallzeiten ber&uuml;cksichtigt werden&#8220;, r&auml;t Herbst. So ist zum Beispiel bei einem Paar mit Kinderwunsch einzukalkulieren, dass nach der Geburt eines Babys einer der beiden aufgrund von Elternzeit weniger verdienen k&ouml;nnte. Ein weiterer wichtiger Punkt beim Kassensturz ist, das vorhandene Eigenkapital zusammenzurechnen. &#8222;Mindestens 10 bis 20 Prozent des Kaufpreises und alle Nebenkosten sollten bei einer Immobilienfinanzierung als Eigenkapital eingebracht werden&#8220;, so Sahr.<\/p>\n<p>Wichtige Faktoren sind auch der Sollzins und die Tilgungsrate. &#8222;Je h&ouml;her der Sollzins oder die Tilgungsrate sind, desto geringer ist letztlich die Darlehensh&ouml;he f&uuml;r die Immobilie&#8220;, erkl&auml;rt Scherfling.<\/p>\n<h2>Ehrlichkeit gefragt<\/h2>\n<p>Er nennt Beispiele: Bei einer maximalen Kreditrate von 800 Euro im Monat k&ouml;nnte man sich bei zwei Prozent Zins und zwei Prozent Tilgung &#8211; Gesamtrate also vier Prozent &#8211; eine Darlehensh&ouml;he von 240.000 Euro leisten. Bei drei Prozent Zins und drei Prozent Tilgung &#8211; Gesamtrate also sechs Prozent &#8211; sind es hingegen 160.000 Euro.<\/p>\n<p>Liegt die maximale Kreditrate bei 1400 Euro im Monat, k&ouml;nnte man sich bei zwei Prozent Zins und zwei Prozent Tilgung eine Darlehensrate von 420.000 Euro leisten. Bei je drei Prozent Zins und Tilgung sind es hingegen nur 280.000 Euro.<\/p>\n<p>Kreditnehmer sollten bei der Planung ehrlich sein, r&auml;t Herbst. So besteht etwa die Gefahr, dass man beim Hausbau vieles in Eigenleistung machen will, wozu aber im Alltag keine Zeit ist. Dann k&ouml;nnte es zu einer Finanzierungsl&uuml;cke kommen.<\/p>\n<p>Zudem sollten Immobilienerwerber weder die Laufzeit der Zinsbindung noch die anf&auml;ngliche Tilgung zu niedrig ansetzen. &#8222;Wer beispielsweise nur eine zweiprozentige Tilgung und eine zehnj&auml;hrige Zinsbindung w&auml;hlt, muss am Ende der Laufzeit eine hohe Restschuld zu einem heute noch unbekannten Zinssatz anschlussfinanzieren&#8220;, warnt Scherfling. Empfehlenswert ist eine 20-j&auml;hrige Zinsbindung.<\/p>\n<p>Ein weiterer nicht zu untersch&auml;tzender Kostenfaktor k&ouml;nnen bei der Immobilienfinanzierung auch die Erwerbsnebenkosten sein. Das sind neben der Grunderwerbssteuer, Notar- und Grundbuchgeb&uuml;hren gegebenenfalls auch Maklerprovisionen.<\/p>\n<p>Generell gilt: Je &auml;lter die Immobilienbesitzer sind, desto schneller muss die Baufinanzierung abgeschlossen sein. Sp&auml;testens mit Eintritt ins Rentenalter sollte das Eigenheim schuldenfrei sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle: n-tv<\/p>\n<h3>PRESSEKONTAKT<\/h3>\n<p><b>wwr publishing GmbH &#038; Co. 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