{"id":4117,"date":"2021-07-20T12:45:40","date_gmt":"2021-07-20T10:45:40","guid":{"rendered":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=4117"},"modified":"2021-07-20T12:47:07","modified_gmt":"2021-07-20T10:47:07","slug":"geldvermoegen-der-deutschen-waechst-durch-sparleistung-nicht-durch-kapitalertraege","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=4117","title":{"rendered":"Geldverm\u00f6gen der Deutschen w\u00e4chst durch Sparleistung, nicht durch Kapitalertr\u00e4ge"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:left' class='yasr-auto-insert-visitor'><\/div><div class=\"ce_text block\">\n<p><strong>Die Corona-Pandemie hat den Spareifer der Deutschen befl\u00fcgelt. Im vergangenen Jahr ist das Geldverm\u00f6gen der Privathaushalte um rund sieben Prozent auf einen Rekordwert von sieben Billionen Euro gestiegen (2019: 6,5 Billionen Euro). Trotz anhaltend niedriger Zinsen setzen die Sparer weiter vor allem auf Bargeld und Sichteinlagen, deren Best\u00e4nde um 229 Milliarden Euro gewachsen sind. Insgesamt lagern mit 2,8 Billionen Euro \u00fcber 40 Prozent des Gesamtfinanzverm\u00f6gens in Zinsprodukten. Das geht zu Lasten der Ertragskraft: Der Anteil, den Renditen am Verm\u00f6gensaufbau ausmachen, ist im Vergleich zu 2019 noch einmal von 24 Prozent auf 19 Prozent gesunken. Vor dem Hintergrund anziehender Inflationsraten droht Sparern ein realer Verm\u00f6gensverlust in Rekordh\u00f6he. Dies zeigt eine Auswertung von Prof. Oscar A. Stolper von der Philipps-Universit\u00e4t in Marburg im Auftrag des Asset Managers Union Investment.<\/strong><\/p>\n<p>Die vergangenen anderthalb Jahre waren f\u00fcr Sparer eine Achterbahnfahrt der Gef\u00fchle. Einerseits kletterte die Sparquote der Deutschen in Corona-Zeiten von 10,9 Prozent im Jahr 2019 ein Jahr sp\u00e4ter auf 16,2 Prozent. Andererseits zahlte sich das Sparen f\u00fcr viele Bundesb\u00fcrger kaum aus, weil sie das Geld auch w\u00e4hrend der Pandemie \u00fcberwiegend in niedrig- bis negativverzinste Anlageklassen anlegten. Zwar ist der Anteil von Termin- und Spareinlagen am Gesamtfinanzverm\u00f6gen von 2019 auf 2020 leicht um einen Prozentpunkt auf 11,7 Prozent zur\u00fcckgegangen. Insgesamt ist der Nullzinsblock aber weiter gewachsen. Allein 2020 parkten deutsche Sparer knapp zwei Billionen Euro an Bargeld, auf Giro- oder Tagesgeldkonten, \u00fcber 229 Milliarden Euro mehr als noch 2019. Mittlerweile machen Bargeld und Sichteinlagen fast ein Drittel des Geldverm\u00f6gens aus (28,7 Prozent), obwohl diese Anlageformen seit Jahren kaum oder keine Renditen abwerfen. \u201eDas Girokontosparen liegt weiter im Trend. Viele Deutsche haben die M\u00f6glichkeit, mehr Geld auf die hohe Kante zu legen, aber sie vernachl\u00e4ssigen dabei die wichtige Frage nach dem Wie\u201c, sagt Stolper.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich das Verm\u00f6gen der Sparer fr\u00fcher vorrangig durch Zinsen vermehrt hat, tr\u00e4gt bei einem Verm\u00f6gensaufbau im Nullzinszeitalter lediglich das Sparaufkommen zum Wachstum bei. Aufgrund der niedrigen Verzinsung von Girokonten, Tages- und Festgeldern d\u00fcrfte es Anlegern zunehmend schwerfallen, die Folgen der Teuerungen allein durch Sparanstrengungen zu kompensieren.<\/p>\n<p>Der Anteil, den Ertr\u00e4ge an der Verm\u00f6genszunahme ausmachen, nahm noch einmal gegen\u00fcber 2019 um f\u00fcnf Prozentpunkte auf magere 19 Prozent im Folgejahr ab. Zum Vergleich: 2011 konnte der Verm\u00f6gensaufbau noch zu 87 Prozent aus Ertr\u00e4gen generiert werden. Betrachtet man nur die Ertragskraft von Zinsprodukten und klammert etwa kapitalbildende Versicherungsprodukte aus, ergibt sich 2020 ein Kapitalzuwachs von gerade einmal einem Prozent (2011: 47 Prozent). \u201eDie Deutschen sparen weiter viel, aber ineffizient\u201c, sagt Giovanni Gay, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer bei Union Investment. \u201eIm Niedrigzinsumfeld gilt, dass h\u00f6here Sparquoten nicht zwangsweise zu h\u00f6heren Ertr\u00e4gen f\u00fchren. Damit sich die Sparanstrengungen der Anleger lohnen, m\u00fcssen sie effizienter und damit h\u00f6herrentierlich anlegen\u201c, so Gay.<\/p>\n<p>Positiv falle Stolper zufolge auf, dass zumindest ein Teil der Anleger 2020 bereits renditeorientierter als in den Jahren zuvor anlegte. So stieg der Anteil von Aktieninvestments am Gesamtfinanzverm\u00f6gen der Deutschen um 0,7 Prozentpunkte auf 11,6 Prozent an (2019: 10,9 Prozent). Das sei der h\u00f6chste Wert seit \u00fcber zw\u00f6lf Jahren. Auch der Anteil von Investmentfonds am Gesamtfinanzverm\u00f6gen blieb im Vergleich zum Vorjahr mit 10,5 Prozent konstant. (<em>DFPA\/TH1<\/em>)<\/p>\n<p>Quelle: Pressemitteilung Union Investment<\/p>\n<p><em>Die Union Asset Management Holding AG mit Sitz in Frankfurt am Main ist der Anbieter f\u00fcr die Fondsverm\u00f6gensverwaltung innerhalb der genossenschaftlichen Finanzgruppe. Mit einem verwalteten Verm\u00f6gen von 404 Milliarden Euro zum 31. M\u00e4rz 2021 z\u00e4hlt Union Investment zu den f\u00fchrenden Fondsgesellschaften in Deutschland.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.union-investment.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">www.union-investment.de<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Corona-Pandemie hat den Spareifer der Deutschen befl\u00fcgelt. Im vergangenen Jahr ist das Geldverm\u00f6gen der Privathaushalte um rund sieben Prozent auf einen Rekordwert von sieben Billionen Euro gestiegen (2019: 6,5 Billionen Euro). 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