{"id":310,"date":"2017-12-30T05:32:10","date_gmt":"2017-12-30T04:32:10","guid":{"rendered":"http:\/\/dresdentipps.de\/?p=310"},"modified":"2017-12-30T05:32:10","modified_gmt":"2017-12-30T04:32:10","slug":"geldschwemme-treibt-die-immobilienpreise-immer-weiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=310","title":{"rendered":"Geldschwemme treibt die Immobilienpreise immer weiter"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:left' class='yasr-auto-insert-visitor'><\/div><p>Im vergangenen Jahr h&auml;tten demzufolge K&auml;ufer rund 237,5 Milliarden Euro f&uuml;r Wohnimmobilien, andere Geb&auml;ude und Baufl&auml;chen ausgegeben. Das seien etwa 25 Prozent mehr gewesen als noch zwei Jahre zuvor, teilte der Arbeitskreis der Gutachteraussch&uuml;sse am Dienstag mit. Eine Trendumkehr sei &bdquo;nicht in Sicht&ldquo;, sagte Vorsitzende Anja Diers, deren Arbeitskreis rund eine Million Kaufvertr&auml;ge ausgewertet hat.<\/p>\n<p>Vor allem Wohnimmobilien verteuerten sich weiter. &bdquo;Die wachsende Nachfrage treibt Ums&auml;tze und Preise&ldquo;, sagte Matthias Waltersbacher, Experte f&uuml;r Wohnungs- und Immobilienm&auml;rkte beim Bundesinsitut f&uuml;r Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) bei der Vorstellung der Ergebnisse. Die Zuwanderung in Ballungsregionen und die niedrigen Zinsen w&uuml;rden diese Nachfrage weiter befeuern.<\/p>\n<p>Mit den bekannten Folgen f&uuml;r die Preise. Im Jahr 2016 gaben K&auml;ufer 155,7 Milliaren Euro f&uuml;r Wohnimmobilien aus, 2014 waren es noch 130,3 Milliarden Euro &ndash; ein Anstieg von knapp 20 Prozent binnen 24 Monaten. Darin sind zwar auch Neubauten enthalten, jedoch spielen diese im Verh&auml;ltnis zum Gesamtmarkt eine eher untergeordnete Rolle. Besonders die Preise f&uuml;r selbstgenutztes Wohneigentum seien gestiegen, melden die Gutachter. Im Bundesdurchschnitt kostete im Jahr 2016 ein Quadratmeter Wohnfl&auml;che f&uuml;r ein gebrauchtes freistehendes Ein- und Zweifamilienhaus 1545 Euro.<\/p>\n<p>M&uuml;nchen vor Sylt. Aus Sicht von M&uuml;nchener K&auml;ufern klingt das freilich nach einem Schn&auml;ppchen. In der bayerischen Landeshauptstadt kostet ein Haus im Durchschnitt 8500 Euro pro Quadratmeter. In Konstanz sind es 5150 Euro. Besonders g&uuml;nstig kommen Eigenheimk&auml;ufer dagegen in Sachsen-Anhalt weg. Im dortigen Landkreis Mansfeld-S&uuml;dharz kostet der Quadratmeter 380 Euro. Im Kyffh&auml;userkreis in Th&uuml;ringen zahlt man 470 Euro.<\/p>\n<p>Bei bestehenden Eigentumswohnungen ist die Stadt M&uuml;nchen ebenfalls f&uuml;hrend, mit 5500 Euro je Quadratmeter. Aber auch auf Sylt (4370 Euro je Quadratmeter) oder in der K&uuml;stenregion Niedersachsens (3420 Euro) werden immer h&ouml;here Preise erzielt. Besonders g&uuml;nstig dagegen kamen K&auml;ufer von Eigentumswohnungen im vergangenen Jahr in Brandenburg davon. In einem Teilgebiet des Landkreises Teltow-Fl&auml;ming bei Berlin lag die Preisuntergrenze bei 220 Euro je Quadratmeter.<\/p>\n<p>Diese Preisangaben d&uuml;rften manche Marktbeobachter verwundern. Doch die Grundlage f&uuml;r die Datensammlung der Gutachteraussch&uuml;sse k&ouml;nnte verl&auml;sslicher nicht sein. Denn es handelt sich um die offiziell mitgeteilten Preise von &Auml;mtern und Notaren auf der Basis tats&auml;chlicher Verkaufsabschl&uuml;sse. Erg&auml;nzt werden sie die Daten durch Marktkenntnisse der Gutachter vor Ort sowie durch Analysen des BBSR, das den Marktbericht zusammengestellt hat.<\/p>\n<p>So sind in den offiziellen Kaufpreisen beispielsweise auch jene Objekte einbezogen, die zum Zeitpunkt des Verkaufs beispielsweise unsaniert und vermietet sind. Solche Immobilien liegen meist deutlich unter den spektakul&auml;ren H&ouml;chstpreisen, die etwa f&uuml;r Neubauten aufgerufen werden.<\/p>\n<p>BBSR-Experte Waltersbacher sieht aktuell wenig Anzeichen f&uuml;r eine Beruhigung des Marktes. &bdquo;Die wirtschaftsstarken Ballungsr&auml;ume wachsen weiter&ldquo;, sagte er. Und &bdquo;die Nachfrage nach Immobilien w&auml;chst umso mehr, je mehr Geld vorhanden ist, das angelegt werden muss.&ldquo; Niedrige Zinsen und die steigende Nachfrage von Profi-Anlegern aus dem Ausland erh&ouml;hten den Druck, so Waltersbacher.<\/p>\n<p>Noch nie zuvor wurde im Immobilienmarktbericht der Gutachter die Bedeutung des Kapitalmarkts und von Anlegern aus dem Ausland als Preistreiber so hervorgehoben. &bdquo;Vor allem K&auml;ufer und Investoren aus Asien und dabei insbesondere aus China sind in den letzten beiden Jahren auf Einkaufstour in Europa gegangen&ldquo;, so Waltersbacher. &bdquo;Das sp&uuml;rt man vor allem in den gr&ouml;&szlig;ten St&auml;dten Deutschlands, beispielsweise in Berlin und Frankfurt.&ldquo;<\/p>\n<p>Trotz des gro&szlig;en Interesses aus dem Ausland: Die gr&ouml;&szlig;ten Preistreiber bleiben die Deutschen selbst, also jene K&auml;ufer, die hier eine Immobilien kaufen und auch darin wohnen. Auf selbstgenutzte Eigenheime und Eigentumswohnungen entfallen 75 Prozent des Geldumsatzes aller Wohnimmobilien. Das Investitionsvolumen in selbstgenutztes Wohneigentum stieg dem BBSR zufolge zwischen 2009 und 2016 bei Eigenheimen j&auml;hrlich um acht Prozent, bei Eigentumswohnungen sogar um zehn Prozent jedes Jahr.<\/p>\n<p>Auch das Maklerhaus von Poll Immobilien befasste sich mit den Zahlen der Gutachteraussch&uuml;sse und analysierte die absolut gezahlten Kaufbetr&auml;ge. Demnach stellt auch hier M&uuml;nchen wieder einen Rekord auf: &bdquo;Die im Durchschnitt gezahlte Summe f&uuml;r ein Ein- oder Zweifamilienhaus &uuml;berschritt 2016 in M&uuml;nchen wie im Vorjahr als einzige Stadt in Deutschland die Millionenmarke&ldquo;, meldet von Poll. &bdquo;Rund 1,15 Millionen Euro wurde hier im Schnitt f&uuml;r ein Eigenheim bezahlt.&ldquo; In Magdeburg seien es hingegen 173.000 gewesen (Rang 43).<\/p>\n<p>Interessant ist auch ein Blick auf die St&auml;dten mit den gr&ouml;&szlig;ten Preissteigerungen. Hier liege Trier an der Spitze mit einem Aufschlag von 33 Prozent gegen&uuml;ber 2015. In Augsburg h&auml;tten die Preise um 24 Prozent zugelgt und in Erfurt zahlen K&auml;ufer im Schnitt 21 Prozent mehr als im Vorjahr f&uuml;r ein Ein- oder Zweifamilienhaus. &bdquo;Auch bei Eigentumswohnungen wird das Ranking von M&uuml;nchen angef&uuml;hrt&ldquo;, so die Makler. Rund 422.000 Euro h&auml;tten K&auml;ufer hier im Jahr 2016 f&uuml;r eine Wohnung gezahlt.<\/p>\n<p>Ernst zu nehmende Anzeichen einer Preisblase sehen die Experten trotz allem noch nicht. Zwar h&auml;tten sich die Kaufpreise vielerorts l&auml;ngst von der Entwicklung der Einkommen abgekoppelt, sagt BBSR-Analyst Waltersbacher. Azch die Kreditbelastung der K&auml;uferhaushalte sei leicht gestiegen. Das sorge jedoch nicht f&uuml;r eine Systemgefahr am Kreditmarkt: &bdquo;In Deutschland sorgen die langen Zinsbindungen und derzeit steigende Tilgungsraten f&uuml;r eine nach wie vor stabile Immobilienfinanzierung&ldquo;, sagte Waltersbacher.<\/p>\n<p>Anja Diers sieht das &auml;hnlich. &Ouml;rtliche Preis&uuml;bertreibungen seien zwar durchaus erkennbar. &bdquo;Der Preisanstieg alleine ist jedoch nur einer von mehreren Indikatoren&ldquo;, sagte sie. Damit man von einer echten Immobilienblase sprechen k&ouml;nne, m&uuml;ssten weitere Faktoren hinzukommen &ndash; etwa eine deutliche Zunahme spekulativer K&auml;ufe und h&ouml;here Beleihungsausl&auml;ufe bei der Finanzierung. &bdquo;Diese Indikatoren treten aber zurzeit nicht gemeinsam auf&ldquo;, so Diers.<\/p>\n<p>Quelle: WELT<\/p>\n<h3>PRESSEKONTAKT<\/h3>\n<p><b>wwr publishing GmbH &#038; Co. KG<\/b><br \/>Steffen Steuer<\/p>\n<p>Frankfurter Str. 74<br \/>64521 Gro\u00df-Gerau<\/p>\n<p>Website: www.wwr-publishing.de<br \/>E-Mail : steuer@wwr-publishing.de<br \/>Telefon: +49 (0) 6152 9553589<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/\/account.presse-services.de\/tools\/artv.php?xxad=1696-1221\" style=\"position:absolute; visibility:hidden\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun ist es amtlich: Der Immobilienboom in den St\u00e4dten dauert an und wird in absehbarer Zeit auch nicht zu einem Ende kommen. Das geht aus dem Immobilienmarktbericht Deutschland hervor, den die amtlichen Gutachteraussch\u00fcsse in St\u00e4dten und Bundesl\u00e4ndern erstellt haben.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"yasr_overall_rating":0,"yasr_post_is_review":"","yasr_auto_insert_disabled":"","yasr_review_type":""},"categories":[858],"tags":[863,958,981,982],"yasr_visitor_votes":{"stars_attributes":{"read_only":false,"span_bottom":false},"number_of_votes":0,"sum_votes":0},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dresdentipps.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/310"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dresdentipps.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dresdentipps.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dresdentipps.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dresdentipps.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=310"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/dresdentipps.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/310\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dresdentipps.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=310"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dresdentipps.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=310"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dresdentipps.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=310"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}