{"id":2680,"date":"2020-05-20T13:22:55","date_gmt":"2020-05-20T11:22:55","guid":{"rendered":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=2680"},"modified":"2020-05-20T13:26:22","modified_gmt":"2020-05-20T11:26:22","slug":"mifid-ii-eu-kommission-hinterfragt-auswuechse-der-richtlinie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=2680","title":{"rendered":"MiFID II: EU-Kommission hinterfragt Ausw\u00fcchse der Richtlinie"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:left' class='yasr-auto-insert-visitor'><\/div><div class=\"layout_full block\">\n<div class=\"ce_text block\">\n<p><strong>In diesem Zusammenhang hatte sie im Februar 2020 eine Konsultation zur Vorbereitung der turnusm\u00e4\u00dfigen \u00dcberpr\u00fcfung von MiFID II und der Europ\u00e4ischen Finanzmarktverordnung MiFIR mit \u00fcber 90 Fragen gestartet. Der Fragenkatalog umfasst auch zahlreiche Ausw\u00fcchse im Verbraucherschutz, die der Fondsverband BVI vielfach kritisierte und die auch die Bundesregierung in ihrem Positionspapier Ende August 2019 bem\u00e4ngelte. Zu den wesentlichen Kritikpunkten des BVI geh\u00f6ren die Informationspflichten gegen\u00fcber professionellen Kunden sowie die unterschiedlichen Kosteninformationen von MiFID II und PRIIPs (Packaged Retail and Insurance-bases Investment Products: verpackte Anlageprodukte f\u00fcr Kleinanleger und Versicherungsanlageprodukte).<\/strong><\/p>\n<p>Der BVI begr\u00fc\u00dft in seiner Stellungnahme zur Konsultation, dass die EU-Kommission mit Blick auf den Verbraucherschutz zum Beispiel \u00fcber den Verzicht von \u00fcberfl\u00fcssigen Pflichtinformationen gegen\u00fcber professionellen Kunden nachdenkt. Was soll ein Profianleger, der seine Anlagen st\u00e4ndig verfolgt, mit gesetzlich vorgeschriebenen Warnhinweisen bei negativer Wertentwicklung anfangen? Besser w\u00e4re ein nach Kundenkategorien abgestuftes Schutzniveau oder Verzichtsm\u00f6glichkeiten, insbesondere f\u00fcr professionelle Kunden, so der BVI.<\/p>\n<p>Zudem besch\u00e4ftigt sich die EU-Kommission mit der Frage, ob EU-Gesetze besser verkn\u00fcpft werden sollten. Der BVI unterst\u00fctzt diesen Ansatz. Zum Beispiel gehen die Berechnungsmethoden zur Kostendarstellung von Anlageprodukten nach MiFID II und PRIIPs v\u00f6llig auseinander. Das verwirre den Kunden und erschwere die Arbeit des Beraters unn\u00f6tig. Das erkl\u00e4rte Ziel des EU-Gesetzgebers, mehr Kostentransparenz zu schaffen, werde damit zu Lasten derer, die gesch\u00fctzt werden sollen, nicht erf\u00fcllt. Auch sollten laut BVI die Vorgaben f\u00fcr den Vertrieb von im Wettbewerb stehenden Produkten wie Investmentfonds und Versicherungen st\u00e4rker angeglichen werden, damit der Verbraucher das f\u00fcr ihn passende Produkt erhalten kann.<\/p>\n<p>Ein Provisionsverbot in der Wertpapierberatung, welches die EU-Kommission zur Frage stellt, lehnt der BVI ab. Dies w\u00fcrde den Wettbewerb zugunsten der Versicherungen weiter verzerren. Die Bef\u00fcrworter eines Provisionsverbots ignorierten zudem die sozialen Vorteile der Provisionsberatung: Wer viel anlegt, zahlt viel Provision; wer wenig anlegt, zahlt wenig. Au\u00dferdem k\u00f6nne der Kunde anders als bei der Honorarberatung kostenfrei nein sagen. Auch wollten oder k\u00f6nnten viele Kunden kein Honorar zahlen. Zudem sei mit der Umsetzung von MiFID II der potenzielle Konflikt zwischen Provisionsanreiz und Kundeninteresse entsch\u00e4rft worden, denn der Berater m\u00fcsse den Betrag der Provisionen gegen\u00fcber dem Kunden offenlegen. Insgesamt garantiere das deutsche Modell mit seinem Wahlrecht zwischen Provisions- und Honorarberatung auch den Kleinanlegern den Zugang zu professioneller Finanzberatung.\u00a0<em>(DFPA\/JF1)<\/em><\/p>\n<p>Quelle: Pressemitteilung BVI<\/p>\n<p><em>Der BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V. mit Sitz in Frankfurt am Main ist Repr\u00e4sentant der Investmentbranche in Deutschland. Die 98 Mitglieder des 1970 gegr\u00fcndeten Verbands verwalten \u00fcber drei Billionen Euro in Publikumsfonds, Spezialfonds und Verm\u00f6gensverwaltungsmandaten.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bvi.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">www.bvi.de<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die EU-Kommission m\u00f6chte einen Vorschlag zur \u00dcberarbeitung der Finanzmarktrichtlinie MiFID II im Juni 2020 vorlegen. <\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"yasr_overall_rating":0,"yasr_post_is_review":"","yasr_auto_insert_disabled":"","yasr_review_type":""},"categories":[1],"tags":[5122,5119,5120,5123,5121],"yasr_visitor_votes":{"stars_attributes":{"read_only":false,"span_bottom":false},"number_of_votes":0,"sum_votes":0},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dresdentipps.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2680"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dresdentipps.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dresdentipps.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dresdentipps.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dresdentipps.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2680"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dresdentipps.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2680\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2681,"href":"https:\/\/dresdentipps.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2680\/revisions\/2681"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dresdentipps.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2680"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dresdentipps.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2680"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dresdentipps.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2680"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}