{"id":166,"date":"2017-06-22T11:30:00","date_gmt":"2017-06-22T09:30:00","guid":{"rendered":"http:\/\/dresdentipps.de\/?p=166"},"modified":"2017-06-22T11:30:00","modified_gmt":"2017-06-22T09:30:00","slug":"diw-preisanstiege-bei-immobilien-meist-durch-fundamentale-faktoren-gerechtfertigt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=166","title":{"rendered":"DIW: Preisanstiege bei Immobilien meist durch fundamentale Faktoren gerechtfertigt"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:left' class='yasr-auto-insert-visitor'><\/div><p dir=\"auto\">Obwohl die Preise f\u00fcr Wohnimmobilien in den 127 gr\u00f6\u00dften deutschen St\u00e4dten in den vergangenen Jahren gestiegen sind, gibt es nach wie vor kaum Hinweise auf eine landesweite Immobilienpreisblase. Das geht aus einer Studie des Deutschen Instituts f\u00fcr Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hervor.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Demnach waren Eigentumswohnungen im vergangenen Jahr zwar um etwa 54 Prozent teurer als sieben Jahre zuvor, Eigenheime kosteten 38 bis 45 Prozent mehr und f\u00fcr Grundst\u00fccke mussten K\u00e4ufer sogar 64 Prozent mehr Geld auf den Tisch legen. Dennoch gebe es h\u00f6chstens regional begrenzte \u00dcbertreibungen in Teilm\u00e4rkten, etwa im relativ kleinen Segment des Geschosswohnungsneubaus. \u201eEin spekulatives Anlegerverhalten, das beispielsweise in den USA eine schwere weltwirtschaftliche Krise ausgel\u00f6st hat, ist in Deutschland nicht zu beobachten\u201c, sagt DIW-\u00d6konom Claus Michelsen, der die Studie gemeinsam mit Konstantin Kholodilin verfasst hat. \u201eDie Preise steigen zwar weiter kr\u00e4ftig an \u2013 das ist aber weitgehend durch die ebenfalls kr\u00e4ftige Entwicklung der Mieten gedeckt. F\u00fcr die Politik bedeuten die Ergebnisse aber keineswegs, dass sie sich beruhigt zur\u00fccklehnen darf\u201c, so Michelsen. Zwar habe die Politik der Finanzmarktaufsicht zuletzt mehr M\u00f6glichkeiten gegeben, im Falle einer nicht nachhaltigen Immobilienmarktentwicklung einzugreifen. Allerdings seien die Ma\u00dfnahmen im Gesetzgebungsprozess verw\u00e4ssert worden, sodass weiterer Handlungsbedarf bestehe.<\/p>\n<p>Sorgen \u00fcber eine spekulationsgetriebene Immobilienpreisblase gebe es seit Jahren \u2013 nicht zuletzt, weil sie erhebliche Risiken f\u00fcr das Wirtschafts- und Finanzsystem mit sich bringen w\u00fcrde. Doch steigende Immobilienpreise seien, selbst wenn die Zunahmen deutlich sind, nicht zwingend ein Zeichen f\u00fcr eine entstehende Blase. Entscheidend sei vielmehr die Frage, ob die Entwicklung der Immobilienpreise durch fundamentale Faktoren gerechtfertigt ist, vor allem durch die Entwicklung der Nachfrage nach Immobilien und Wohnraum, der Mieten und der Einkommen. Eine Blase zeichne sich nur dann ab, wenn diese Faktoren nicht die entscheidende Rolle spielen. Seit Beginn der 2000er Jahre ziehen jedoch viele Menschen in Metropolen wie Berlin, K\u00f6ln, Hamburg und M\u00fcnchen, w\u00e4hrend die Baut\u00e4tigkeit dort meist nicht ausreiche, um die gestiegene Nachfrage zu decken.<\/p>\n<p>Um die Frage, ob die steigenden Immobilienpreise auf eine Blase hinauslaufen, genauer zu kl\u00e4ren, untersucht das DIW Berlin seit dem Jahr 2014 regelm\u00e4\u00dfig anhand spezieller statistischer Tests die Preisentwicklung in den 127 gr\u00f6\u00dften St\u00e4dten Deutschlands. Die neuesten Berechnungen, die fortan j\u00e4hrlich aktualisiert werden, zeigten, dass die Preise zwar in nahezu allen Marktsegmenten zumindest zeitweise explosionsartig steigen, dies aber in den allermeisten F\u00e4llen mit Mietpreissteigerungen einhergehe. Der Anstieg der Immobilienpreise sei also aus gesamtwirtschaftlicher Sicht nicht bedenklich. Nur bei Eigentumswohnungen, sowohl im Neubau- als auch im Bestandssegment, und bei Baugrundst\u00fccken erscheine zumindest in den gro\u00dfen Zentren eine Blasenbildung wahrscheinlich. Deutschlandweit gebe es zudem Indizien f\u00fcr Preisblasen bei Neubauwohnungen und Einfamilienh\u00e4usern. Allerdings mache das Neubausegment im Geschosswohnungsbau nur einen sehr kleinen Teil des Gesamtmarktes aus und Einfamilienh\u00e4user sind in den untersuchten gro\u00dfen St\u00e4dten weniger bedeutend.<\/p>\n<p>Quelle: Pressemitteilung DIW (<a href=\"http:\/\/www.diw.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">www.diw.de<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Obwohl die Preise f\u00fcr Wohnimmobilien in den 127 gr\u00f6\u00dften deutschen St\u00e4dten in den vergangenen Jahren gestiegen sind, gibt es nach wie vor kaum Hinweise auf eine landesweite Immobilienpreisblase. 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