{"id":1184,"date":"2018-08-07T05:36:27","date_gmt":"2018-08-07T03:36:27","guid":{"rendered":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=1184"},"modified":"2018-08-07T05:36:29","modified_gmt":"2018-08-07T03:36:29","slug":"in-afrika-schlummert-investitionspotenzial-von-45-milliarden-us-dollar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=1184","title":{"rendered":"In Afrika schlummert Investitionspotenzial von 45 Milliarden US-Dollar"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:left' class='yasr-auto-insert-visitor'><\/div><p>Das wirtschaftliche Potenzial Afrikas als attraktiver Zukunftsmarkt ist unbestritten. Der Finanzierungsbedarf ist hoch &#8211; insbesondere im Bereich der Infrastruktur. Doch die Entwicklung ist bisher eher langsam. Mit neuen, zus&auml;tzlichen Finanzierungsinstrumenten k&ouml;nnte man das wirtschaftliche Potenzial wesentlich entfalten. Zu diesem Schluss kommt die aktuelle Studie des weltweit f&uuml;hrenden Kreditversicherers Euler Hermes zum Thema Finanzierung in Afrika mit dem Titel &#8222;Let Africa enter its Belle &Eacute;poque&#8220;.<\/p>\n<p>&#8222;In den Bilanzen afrikanischer Unternehmen schlummert ein enormes, bisher ungenutztes Investitionspotenzial: Bis 2020 k&ouml;nnten rund 45 Milliarden (Mrd.) US-Dollar (USD) an gebundenem Kapital freigesetzt werden&#8220;, sagte Ludovic Subran, Chefvolkswirt von Euler Hermes. &#8222;Wenn Lieferanten ein Zahlungsziel von 30 Tagen gew&auml;hren w&uuml;rden &#8211; was im weltweiten Vergleich sehr wenig ist &#8211; k&ouml;nnten die Unternehmen das damit frei gewordene Working Capital f&uuml;r Investitionen nutzen und damit die afrikanische Wirtschaft ankurbeln und den schlafenden L&ouml;wen damit endlich zum Br&uuml;llen bringen.&#8220;<\/p>\n<p>Zahlungsziele im weltweiten Schnitt bei 66 Tagen &#8211; weniger als die H&auml;lfte reicht f&uuml;r Boom<\/p>\n<p>Weltweit herrschen zum Teil sehr lange Zahlungsziele vor, im weltweiten Durchschnitt werden Rechnungen nach 66 Tagen bezahlt &#8211; f&uuml;r Afrika w&uuml;rde schon weniger als die H&auml;lfte einen wirtschaftlichen Boom ausl&ouml;sen. In China (92 Tage Days of Sales Outstanding, DSO), Griechenland (89 Tage), der T&uuml;rkei und Italien (je 83 Tage) m&uuml;ssen Unternehmen besonders lange auf ihr Geld warten. Gro&szlig;e Player nutzen h&auml;ufig ihre Marktposition und sind oft sp&auml;te Zahler, die kleinen haben oft keinerlei andere Option, Zahlungen aufzuschieben.<\/p>\n<p>In Afrika zeigt sich dieses Paradox ebenfalls: W&auml;hrend staatliche Unternehmen ihre Zahlungen auf teilweise mehrere Jahre hinausschieben k&ouml;nnen, haben andere keine andere Option als in bar zu bezahlen. In Marokko zum Beispiel liegt die Zeit zwischen Rechnungsstellung und Bezahlung durchschnittlich bei 84 Tagen &#8211; aber 30 Prozent aller Transaktionen laufen weiterhin mit Barzahlungen.<\/p>\n<p>&#8222;Der afrikanische Markt ist f&uuml;r deutsche Exporteure ein wichtiger Zukunftsmarkt&#8220;, sagt Ron van het Hof, CEO von Euler Hermes in Deutschland, &Ouml;sterreich und der Schweiz. &#8222;Noch spielen Exporte nach Afrika bei den meisten Firmen eine eher geringe Rolle &#8211; auch wegen teilweise hoher Zahlungsrisiken. S&uuml;dafrika, &Auml;gypten und Algerien spielen bei den Ausfuhren bisher die Hauptrolle. Aber im Zuge der Wachstumsstrategien deutscher Unternehmen ist die Erschlie&szlig;ung neuer M&auml;rkte immer wichtiger. Afrika ist vom wirtschaftlichen Potenzial sicherlich ein hei&szlig;er Kandidat f&uuml;r Exporteure.&#8220;<\/p>\n<p>Wer profitiert? &Ouml;lexportierende Staaten und ostafrikanische Staaten Algerien, Nigeria, Angola oder Libyen w&uuml;rden von l&auml;ngeren Zahlungszielen besonders profitieren: &#8222;Die &ouml;lexportierenden Staaten verschwenden derzeit rund 14 Mrd. USD an Barverm&ouml;gen in ihren Bilanzen&#8220;, sagt Subran. &#8222;Algerien f&uuml;hrt die Rangliste an mit f&uuml;nf Mrd. USD, was 3 Prozent des BIP entspricht. Die Republik Kongo k&ouml;nnte sogar 11 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) mit l&auml;ngeren Zahlungszielen befreien.&#8220;<\/p>\n<p>Auch in Ostafrika ist dies nicht zu vernachl&auml;ssigen, Kenia und &Auml;thiopien w&uuml;rden von l&auml;ngeren Zahlungszielen ebenfalls profitieren. In Westafrika sind die &#8222;Gewinne&#8220; zwar kleiner, aber es w&uuml;rden sich trotzdem einige wirtschaftliche Potenziale erschlie&szlig;en.<\/p>\n<p>&#8222;Die traditionellen Finanzierungsinstrumente wie Fremdkapitalfinanzierung, Kredite oder ausl&auml;ndische Direktinvestitionen werden in Afrika weiter ein elementarer Bestandteil der Finanzierung sein&#8220;, sagt Subran. &#8222;Auch Mobile Payment &uuml;ber das Smartphone ist ein wichtiger Pfeiler der Finanzierung in Afrika. F&uuml;r Unternehmen jedoch bieten vor allem auch verl&auml;ngerte Zahlungsziele enormes Wachstumspotenzial.&#8220;<\/p>\n<h3>PRESSEKONTAKT<\/h3>\n<p><b>wwr publishing GmbH &#038; Co. KG<\/b><br \/>Steffen Steuer<\/p>\n<p>Frankfurter Str. 74<br \/>64521 Gro\u00df-Gerau<\/p>\n<p>Website: <a href=\"http:\/\/www.wwr-publishing.de\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">www.wwr-publishing.de<\/a><br \/>E-Mail : steuer@wwr-publishing.de<br \/>Telefon: +49 (0) 6152 9553589<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/\/factum.presse-services.de\/tools\/artv.php?xxad=112-1222\" style=\"position:absolute; visibility:hidden\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das wirtschaftliche Potenzial Afrikas als attraktiver Zukunftsmarkt ist unbestritten. Der Finanzierungsbedarf ist hoch &#8211; insbesondere im Bereich der Infrastruktur. Doch die Entwicklung ist bisher eher langsam. 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