{"id":1163,"date":"2018-07-19T12:49:14","date_gmt":"2018-07-19T10:49:14","guid":{"rendered":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=1163"},"modified":"2018-07-19T12:49:15","modified_gmt":"2018-07-19T10:49:15","slug":"in-den-meisten-millionenstaedten-haelt-die-mietpreisbremse-die-explodierende-wohnkosten-nicht-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=1163","title":{"rendered":"In den meisten Millionenst\u00e4dten h\u00e4lt die Mietpreisbremse die explodierende Wohnkosten nicht auf"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:left' class='yasr-auto-insert-visitor'><\/div><div class=\"grid-col-3\">\n<div class=\"story-text serif\">\n<p class=\"xmllist\">Seit 2015 kletterten die Mieten in Berlin von 8,50 Euro pro Quadratmeter (Median) auf 11,40 Euro. Die Steigerungsrate von 34 Prozent liegt damit deutlich &uuml;ber den 25 Prozent, mit denen die Preise in den 3 Jahren vor der Einf&uuml;hrung der Mietpreisbremse zugenommen haben.<\/p>\n<p>In M&uuml;nchen hat die Mietpreisbremse ihre Wirkung ebenfalls verfehlt. Derzeit liegen die Mietpreise in der bayrischen Landeshauptstadt auf einem Rekordhoch von 17,90 Euro pro Quadratmeter. Seit Einf&uuml;hrung der Mietpreisbremse im August 2015 haben sie sich um 19 Prozent nach oben entwickelt. Damit zeichnet sich beinahe dasselbe Bild ab wie im 3-Jahreszeitraum vor 2015. Schon damals haben sich die Mieten mit einer Steigerungsrate von 20 Prozent kr&auml;ftig erh&ouml;ht.<\/p>\n<p>&#8222;Die rasante Preisentwicklung in Berlin und M&uuml;nchen ist nicht verwunderlich&#8220;, erkl&auml;rt Immowelt-CEO Carsten Schlabritz. &#8222;Bezahlbarer Wohnraum ist in beiden St&auml;dten immer noch Mangelware. Um einen weiteren Preisanstieg zu verhindern, muss der soziale Wohnungsbau f&uuml;r Investoren so rentabel werden wie der frei finanzierte. Das geht nur, wenn die St&auml;dte und Kommunen marktgerechte Anreize bereitstellen.&#8220; Die aktuelle Situation sieht allerdings anders aus: Die wenigen, freien Baufl&auml;chen sind extrem teuer und werden zu H&ouml;chstpreisen verkauft. Die Baukosten sind in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen, auch wegen neuer Bauvorschriften. Viele Neubauten sind dadurch im Luxuspreissegment angesiedelt und f&uuml;r viele Wohnungssuchende unerschwinglich. Das Nachsehen haben die Gering- und immer mehr auch die Normalverdiener. Durch die Ausnahmeregelungen der Mietpreisbremse &#8211; sie greift nicht bei Neubauten oder umfassender Sanierung von Bestandsimmobilien &#8211; wird diese Entwicklung sogar noch beg&uuml;nstigt. Wohnungen, die bereits vor der Einf&uuml;hrung des Gesetzes &uuml;ber der orts&uuml;blichen Vergleichsmiete lagen, haben zudem Bestandsschutz.<\/p>\n<p>Entspannter Wohnungsmarkt in K&ouml;ln und Hamburg<\/p>\n<p>Alternative L&ouml;sungen wie beschleunigte Baugenehmigungen und Wohnraumf&ouml;rderungen zeigen in anderen St&auml;dten bereits Wirkung: In Hamburg und K&ouml;ln steigen die Preise zwar an &#8211; allerdings im moderaten Bereich. In K&ouml;ln sind die Mieten in den vergangenen 3 Jahren um 7 Prozent auf 10,70 Euro pro Quadratmeter angestiegen. Von 2012 bis zur Einf&uuml;hrung der Mietpreisbremse im Jahr 2015 lag die Steigerungsrate dagegen noch bei 15 Prozent. In Hamburg ist der rasante Mietpreisanstieg ebenfalls gebremst: Von 2015 bis 2018 haben sich die Preise um 9 Prozent auf 11,90 Euro pro Quadratmeter entwickelt. Im 3-Jahreszeitraum zuvor lag die Steigerungsrate noch bei 14 Prozent.<\/p>\n<p>K&ouml;ln und Hamburg arbeiten aktiv daran, die Ursache der steigenden Preise zu bek&auml;mpfen. Trotz rasanter Bev&ouml;lkerungsentwicklung versucht auch Hamburg seit 2011 mit dem &#8222;B&uuml;ndnis f&uuml;r das Wohnen&#8220; gegen die Wohnungsknappheit vorzugehen. J&auml;hrlich entstehen dadurch 10.000 neue Wohnungen &#8211; davon 3.000 f&uuml;r Menschen mit geringerem Einkommen in der Hansestadt. K&ouml;ln treibt die Schaffung von Wohnraum ebenfalls voran: 2014 hat die Domstadt das Stadtentwicklungskonzept Wohnen ins Leben gerufen, durch das bis 2029 66.000 neue Wohnungen entstehen sollen.<\/p>\n<p>Die Entwicklungen in K&ouml;ln und Hamburg zeigen, dass die Ursache steigender Preise bek&auml;mpft werden muss. Auch die Rechtsprechung besch&auml;ftigt sich bereits mit der Problematik der Mietpreisbremse. Das Landgericht M&uuml;nchen und aktuell auch das Oberlandesgericht M&uuml;nchen haben die Mietpreisbremse bereits f&uuml;r ung&uuml;ltig erkl&auml;rt. F&uuml;r den Mieter &auml;ndert sich dadurch aber nichts &#8211; die Mietpreisspirale schraubt sich weiter in die H&ouml;he.<\/p>\n<p>Berechnungsgrundlage<\/p>\n<p>Datenbasis f&uuml;r die Berechnung der Mietpreise in den St&auml;dten Berlin, M&uuml;nchen, Hamburg und K&ouml;ln waren 105.800 Mietwohnungen und -h&auml;user, die jeweils in der ersten H&auml;lfte der Jahre 2012, 2015 und 2018 auf immowelt.de inseriert wurden. Die Mietpreise spiegeln den Median der Nettokaltmieten bei Neuvermietung wider.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"grid-col-1\">&nbsp;<\/div>\n<h3>PRESSEKONTAKT<\/h3>\n<p><b>wwr publishing GmbH &#038; Co. 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