{"id":1087,"date":"2018-06-18T16:48:13","date_gmt":"2018-06-18T14:48:13","guid":{"rendered":"http:\/\/dresdentipps.de\/?p=1087"},"modified":"2018-06-18T16:48:13","modified_gmt":"2018-06-18T14:48:13","slug":"deutsche-bundesbank-zur-europaeischen-einlagensicherung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dresdentipps.de\/?p=1087","title":{"rendered":"Deutsche Bundesbank zur europ\u00e4ischen Einlagensicherung"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:left' class='yasr-auto-insert-visitor'><\/div><h4><strong>In einem Gastbeitrag f&uuml;r die Sonderbeilage der &bdquo;B&ouml;rsen-Zeitung&ldquo; vom 15. Juni 2018 hat Joachim Wuermeling, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank, zu den Vorz&uuml;gen einer stabilen Bankenunion Stellung genommen. Es sei folgerichtig der gemeinsamen Bankenaufsicht und dem einheitlichen Abwicklungsverfahren ein Einlagensicherungssystem hinzuzuf&uuml;gen, hei&szlig;t es darin. Solange aber Staaten und Banken ihre Risiken auf die Gemeinschaft umw&auml;lzen k&ouml;nnen, sollte die Einf&uuml;hrung nicht vorgenommen werden.<\/strong><\/h4>\n<p>Aktuell w&auml;re die Vorbereitung auf Krisen besser als vor f&uuml;nf Jahren. Durch die Harmonisierung der nationalen Sicherungssysteme in allen Staaten der Europ&auml;ischen Union (EU) sind heute Einlagen bis 100.000 Euro gesch&uuml;tzt, erl&auml;utert Wuermeling. &bdquo;Wir k&ouml;nnen noch nicht ausschlie&szlig;en, dass Bankenkrisen zu einem Bank-Run und\/oder zur Zahlungsunf&auml;higkeit eines Nationalstaats f&uuml;hren. Genauso wenig k&ouml;nnen wir ausschlie&szlig;en, dass die Zahlungsunf&auml;higkeit eines Staates zu einer Bankenkrise und einem Bank-Run f&uuml;hrt.&ldquo; Banken seien die mit Abstand gr&ouml;&szlig;ten Kreditgeber f&uuml;r Nationalstaaten. Zweifel an der staatlichen Zahlungsf&auml;higkeit k&ouml;nnten daher schnell die Solidit&auml;t der Finanzinstitute in Frage stellen. Weitere Ma&szlig;nahmen seien n&ouml;tig, um die Wahrscheinlichkeit und das Ausma&szlig; einer k&uuml;nftigen Banken- und damit Eurokrise zu senken.<\/p>\n<p>Die Idee, alle nationalen Einlagensicherungssysteme durch ein europ&auml;isches System zu ersetzen, sei eine &Uuml;berlegung in der aktuellen Debatte. Den Vorzug sehen Experten darin, dass die eindeutige und zentrale Struktur Zweifel an einer Funktionsf&auml;higkeit im Krisenfall abmildern k&ouml;nnte.<\/p>\n<p>Dennoch sei ein rein &bdquo;supranationaler Topf&ldquo; nicht zwangsweise der effizienteste Weg, die Risiken in der EU zu mindern, meint Wuermeling. F&uuml;r diejenigen Krisen, die ein nationales System alleine meistern kann, br&auml;uchte es keine derartige Einrichtung.<\/p>\n<p>Deshalb werde aktuell eine EU-R&uuml;ckversicherung diskutiert. Erst wenn die nationalen Mittel der Einlagensicherungssysteme ausgesch&ouml;pft sind, w&uuml;rde die Versicherung eintreten. Ein Nachteil w&auml;re laut Wuermeling dabei die gr&ouml;&szlig;ere institutionelle Komplexit&auml;t, die im Krisenfall dazu f&uuml;hren k&ouml;nnte, dass Marktteilnehmer verunsichert sind, ob das System funktionsf&auml;hig ist.<\/p>\n<p>&bdquo;Bevor allerdings das Thema Einlagensicherung angegangen werden kann, m&uuml;ssen die Risiken in den Bankbilanzen weiter abgebaut, die Krisenanf&auml;lligkeit der Banken weiter gesenkt und die enge Risikoverbindung von Staaten und Banken aufgebrochen werden&ldquo;, h&auml;lt der Bundesbanker fest.<\/p>\n<h3>PRESSEKONTAKT<\/h3>\n<p><b>wwr publishing GmbH &#038; Co. KG<\/b><br \/>Steffen Steuer<\/p>\n<p>Frankfurter Str. 74<br \/>64521 Gro\u00df-Gerau<\/p>\n<p>Website: www.wwr-publishing.de<br \/>E-Mail : steuer@wwr-publishing.de<br \/>Telefon: +49 (0) 6152 9553589<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/\/account.presse-services.de\/tools\/artv.php?xxad=2451-1221\" style=\"position:absolute; visibility:hidden\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einem Gastbeitrag f\u00fcr die Sonderbeilage der \u201eB\u00f6rsen-Zeitung\u201c vom 15. 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